Telekom verteidigt Stellenabbau
Ricke verspricht Comeback der T-Aktie

Die Deutsche Telekom hat am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Köln erneut den massiven Stellenabbau verteidigt. „Die Aktionäre stehen für uns im Fokus“, sagt Kai-Uwe Ricke und winkt gleichzeitig mit einer Rekord-Dividende. Zudem spricht der Konzern-Chef wieder von Zukäufen. Unterdessen soll 2007 ein Blackstone-Manager in den Aufsichtsrat einziehen.

HB KÖLN. Als enttäuschend bezeichnete Ricke vor einigen Tausende Aktionären die Entwicklung der T-Aktie. Vor diesem Hintergrund will der Vorstand den Unternehmenswert stärker in den Blick nehmen, um so der Aktie auf die Sprünge zu helfen. Seit einigen Jahren bewegt sich der Anteilsschein um ihren Ausgabekurs von 14,32 Euro. Im Frühjahr 2000 hatte sie ihren Höchststand bei 104 Euro erreicht. Auch der Einstieg des US-Investors Blackstone hat den Kurs nur kurzfristig beflügelt.

Ricke hat den Aktionären nun Hoffnung gemacht, dass der Aktienkurs nach einer schwachen Entwicklung letzten Endes anziehen wird. Er sei fest davon überzeugt, dass der Konzern in der sich rasch verändernden Branche „überzeugend bestehen“ werde, sagte Ricke am Mittwoch. „Und das wird sich letztendlich auch im Aktienkurs ausdrücken“, versicherte der Vorstandsvorsitzende. Er sehe Signale von Seiten des Kapitalmarktes, dass die Aufstellung und die Strategie der Telekom als überzeugend wahrgenommen würden, sagte Ricke.

Rekord-Dividende für Anteilseigner

Die Aktionäre will die Telekom am abgelaufenen, finanziell besten Jahr der Unternehmensgeschichte mit einer um 16 Prozent erhöhten Dividende von 72 Cent pro Papier beteiligen. Das ist die bislang höchste Dividende, die die Telekom gezahlt hat. Bei Zustimmung der Anteilseigner steigt die Dividendensumme auf rund drei Mrd. von 2,6 Mrd. Euro 2004. „Ich bin mir dabei völlig im Klaren, dass die vorgeschlagene Dividende von 0,72 Euro je Aktie in der Öffentlichkeit teilweise als Widerspruch zu dem von uns angekündigten Personalab- und umbau empfunden wird“, sagte Ricke den Aktionären.

Auch viele Mitarbeiter sähen den Abbau vor dem Hintergrund des guten Geschäftsjahres kritisch, räumte er ein. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass unsere Aktionäre am Erfolg des Unternehmens durch diese attraktive Dividendenzahlung partizipieren, zumal die Kursentwicklung - da gibt es nichts zu deuteln - unbefriedigend ausgefallen ist.“

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