Telekom, Vodafone, O2
Netzagentur will Handygebühren senken

Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland (O2) sollen für die Zustellung von Anrufen in ihre Mobilfunknetze ab dem 1. Dezember weniger berechnen. Spruchreif ist der Gebührenschnitt aber noch nicht.
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FrankfurtDie Bundesnetzagentur drängt die Mobilfunkbetreiber zu Preissenkungen. Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland (O2) sollten für die Zustellung von Anrufen in ihre Mobilfunknetze ab dem 1. Dezember nur noch 1,72 Cent pro Minute berechnen dürfen – nach derzeit 1,79 Cent, teilte die Bonner Behörde am Mittwoch mit. In einem zweiten Schritt solle das Entgelt ab Dezember kommenden Jahres noch einmal sinken auf 1,66 Cent. Beschlossen ist der Gebührenschnitt noch nicht, da die Unternehmen zuvor noch ihre Einschätzungen abgeben dürfen. Das letzte Wort hat dann die EU-Kommission.

„Die vorgeschlagenen Entgelte sichern den Unternehmen genügend Spielraum, ihre Investitionen in den mobilen Breitbandausbau weiter voranzutreiben“, sagte Netzagentur-Chef Jochen Homann. Die Telekom begrüßt nach Aussagen eines Sprechers den Vorschlag, da die Bundesnetzagentur durch die vorgesehene moderate Absenkung ein positives Signal für den Netzausbau in Deutschland sendet. Prinzipiell sei jede Absenkung angesichts der hohen Investitionsanforderungen in neue Netze ein Schritt in die falsche Richtung.

Die Gebühren, die Terminierungsentgelte genannt werden, sind einer der wichtigsten Posten der Netzbetreiber bei der Berechnung der Minutenpreise, die sie von den Handykunden verlangen. Ob damit auch die Endpreise zurückgehen, liegt im Ermessen der Unternehmen – allerdings sorgt die Konkurrenz in der Praxis meistens dafür.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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