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18.10.2008 
Glasfasernetz

Telekom will mit Wettbewerbern kooperieren

Gemeinsam soll es besser gehen: Die Deutsche Telekom erwägt, beim Ausbau ihres Glasfasernetzes mit Konkurrenten zusammenzuarbeiten. So sollen immense Aufwendungen für die Investition gespart werden.

HB FRANKFURT. "Wir prüfen verschiedene Optionen, um möglichst wirtschaftlich viele Regionen in Deutschland mit Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur auszubauen", zitierte die "Wirtschaftswoche" das Unternehmen am Samstag. "Wir sind dabei auch für einen gemeinsamen Ausbau in Bereichen offen, die wir alleine nicht erschließen würden." Ein gemeinsamer Ausbau sei denkbar in Bereichen, die die Telekom alleine nicht erschließen würde, sagte ein Sprecher am Samstag und bestätigte damit teilweise den Bericht.

Dem Magazin zufolge würde die Telekom mit diesem Strategiewechsel Investitionskosten in Milliardenhöhe einsparen. Unter Berufung auf Telekom-Kreise berichtete das Magazin, erste Gespräche mit Konkurrenten gebe es bereits. Festnetz-Chef Timotheus Höttges spreche etwa mit der Kölner Netcologne über einen gemeinsamen Ausbau des Glasfasernetzes in Aachen. Diese Angaben wollte der Sprecher gegenüber dpa nicht kommentieren. Weiter berichtete die Wirtschaftswoche, die Telekom habe das Kartellamt schon informiert, das die Kooperationspläne grundsätzlich billigen müsse.

Glasfasernetze werden für die schnelle Datenübertragung benötigt, wie sie etwa das digitale Fernsehen erfordert. Der Bedarf an Hochgeschwindigkeitsnetzen wächst stetig, allerdings ist ihr Ausbau mit hohen Kosten verbunden. Daher gibt es sie in Europa bislang meist nur in Ballungszentren. Die EU-Kommission hat angekündigt, Telekomfirmen für ihre Investitionen in Glasfasernetze finanziell zu belohnen.

Bislang baut die Telekom das Festnetz selbst aus und kassiert von Wettbewerbern Gebühren für die Nutzung. Die Wirtschaftswoche berichtet, künftig wollten die Telekom und ihre Partner sich ein Stadtgebiet aufteilen und das Netz des anderen nutzen. Höttges sehe die Kooperationen als Alternative zu einer von der Bundesnetzagentur verordneten Öffnung der Glasfasernetze für alle Konkurrenten.

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