Telekomkonzern
Spanische Telefonica kommt mit Schuldenabbau voran

Der Schuldenberg der spanischen Telefonica ist immens. Selbst 3,2 Milliarden Euro aus dem Börsengang der deutschen Tochter O2 zeigen kaum Wirkung. Der einzige echte Lichtblick ist das Lateinamerika-Geschäft.
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MadridNach der deutschen Tochter O2 könnte der hoch verschuldete spanische Telefonica -Konzern schon im nächsten Jahr auch seine Sparten in Lateinamerika an die Börse bringen. Voraussetzung sei natürlich ausreichendes Interesse von Investoren, sagte der für die Region zuständige Manager Santiago Fernandez Valbuena. Allerdings halte er wenig von getrennten IPOs in jedem einzelnen Land. Deutschlands kleinster Mobilfunkanbieter hatte vor einer Woche sein Börsendebüt gefeiert und damit 1,45 Milliarden Euro eingesammelt. Mit den Einnahmen will Telefonica seinen Schuldenberg weiter abbauen.

„Wir machen weiter Fortschritte bei unserem Umbau, und die bisher erzielten Ergebnisse stimmen uns trotz des schwierigen Umfelds positiver“, sagte Konzernchef Cesar Alierta am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalsbilanz. Die Ende September in den Büchern stehenden Nettoschulden von 56 Milliarden Euro seien mittlerweile um weitere 3,2 Milliarden Euro reduziert worden.

Zudem will der Telekommunikationsriese seinen Umsatz um bis zu ein Prozent in diesem Jahr steigern. In den ersten neun Monaten ging der Umsatz allerdings leicht um 0,3 Prozent auf 46,5 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (Oibda) stieg dagegen um mehr als zehn Prozent auf 15,7 Milliarden Euro. Erstmals erzielte der ehemalige spanische Staatsmonopolist auf den wachstumsstarken Märkten in Lateinamerika mehr Umsatz als in den durch die Schuldenkrise belasteten europäischen Ländern.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Aus dem O2 Börsengang wurden keine 3,2 sondern 1,45 Milliarden € erlöst.

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