Telekomkonzerne
Verizon leidet unter Stellenabbau

Sparen muss in der Krise sein. Doch ein Stellenabbau-Programm ist am Anfang zunächst einmal teuer. Das bekam nun auch Verizon Communications zu spüren. Der US-Telekomkonzern hat im dritten Quartal weniger verdient, weil die Kosten für die Personalkürzungen zu Buche schlugen.
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HB NEW YORK. Verizon Communications hat vor allem wegen seines laufenden Stellenabbaus im abgelaufenen Quartal weniger verdient. Die Ausgaben im Zusammenhang mit dem Umbau der Festnetzsparte waren in die Höhe geschnellt und hatten den Gewinn um 9,8 Prozent auf 2,89 Mrd. Dollar gedrückt, wie aus dem am Montag veröffentlichten Quartalsbericht des Unternehmens hervorgeht. Verizon hat im dritten Quartal rund 5 000 Stellen gestrichen und beschäftigt nun noch rund 230 000 Mitarbeiter, insgesamt sollen in der zweiten Jahreshälfte 8 000 Arbeitsplätze wegfallen.

Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,41 Dollar - damit verfehlte der Telekomkonzern die Erwartungen von Analysten. Die Aktie gab vorbörslich leicht nach. Den Umsatz hatte Verizon vor allem wegen der Übernahme des kleineren Konkurrenten Alltel Anfang des Jahres um 10,2 Prozent auf 27,26 Mrd. Dollar steigern können. Bereinigt hätte das Umsatzplus nur 0,6 Prozent betragen. Wie andere Telekomkonzerne kämpft Verizon Communications vor allem mit einem Umsatzrückgang im klassischen Festnetzgeschäft. Den Rückgang bei herkömmlichen Breitbandanschlüssen konnte Verizon im dritten Quartal aber mit dank der starken Nachfrage nach Glasfaserleitungen wettmachen.

Glänzen konnte Verizon wiederum mit seinem Mobilfunk -Gemeinschaftsunternehmen Verizon Wireless, an dem auch der britische Mobilfunkkonzern Vodafone beteiligt ist. Dank der Alltel-Übernahme kletterten die Umsätze um rund ein Viertel auf 15,8 Mrd. Dollar, auf Pro-Forma-Basis fiel der Zuwachs mit 4,9 Prozent moderater aus.

, der das iPhone von Apple exklusiv unter Vertrag hat, die lukrativen Vertragskunden ab.

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