Telekommunikation
Düsternis über Sony Ericsson

Freude kommt bei Sony Ericsson derzeit keine auf. Dafür ist der Absatz zu Beginn dieses Jahres viel zu stark eingebrochen. Konsequenz: 2000 Stellen sollen nun wegfallen. Sony Ericsson will sich gesund sparen.

STOCKHOLM. Der Druck auf den japanisch-schwedischen Handy-Hersteller Sony Ericsson wird immer stärker: Um wieder in die Gewinnzone zu gelangen, will das Unternehmen weitere 2000 der rund 10 000 Arbeitsplätze weltweit streichen. Mit dieser Maßnahme hofft das Unternehmen, bis Mitte kommenden Jahres rund 400 Mio. Euro einsparen zu können. Sony Ericsson hatte im Rahmen eines 300 Mio. Euro-Sparpakets bereits 2000 Stellen gestrichen.

Während der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) gerade angekündigt hat, wegen des Erfolgs seiner Smartphones 600 neue Mitarbeiter einstellen zu wollen, und der iPhone-Produzent Apple unbestätigten Meldungen zufolge die Produktion des Multimedia-Handys verdoppeln will, streicht Sony Ericsson zum zweiten Mal Stellen. Für Sony Ericssons Schwäche machen Analysten das Produktsortiment verantwortlich. „Heute muss man Touchscreen-Handys haben, und da hängen sie hinterher“, sagte Gartner-Analystin Carolina Milanesi.

Tatsächlich wächst der Markt für die multimedia-tauglichen Smartphones mit rund zwölf Prozent in diesem Jahr, während der Gesamtmarkt um etwa zehn Prozent einbricht. Doch gerade bei den immer populäreren Smartphones schwächelt Sony Ericsson ganz erheblich. Zudem hat das Unternehmen so gut wie kein Modell mit den sehr gefragten, berührungsempfindlichen Touchscreen. Auch Weltmarktführer Nokia bietet erst seit Kurzem Touchscreen-Handys an. Der Branchenprimus hat ebenfalls ein umfassendes Kostensenkungsprogramm beschlossen und den Abbau von insgesamt 1700 Stellen angekündigt.

Doch während Nokia allein wegen seiner Größe schon zuvor schwere Krisen abwettern konnte, kämpft Sony Ericsson ums Überleben: Nach drei Gewinnwarnungen in den vergangenen zwölf Monaten musste das 2001 gegründete Gemeinschaftsunternehmen für das erste Quartal des Jahres einen Vorsteuerverlust von 371 Mio. Euro vermelden. Im Vorjahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von 193 Mio. Euro erwirtschaftet.

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