Telekommunikation
Icahn verklagt Motorola

Carl Icahn nimmt Motorola ins Visier. Der milliardenschwere Investor ist mit einigen Prozent am Telekomausrüster beteiligt und will die Herausgabe von Firmenunterlagen erzwingen. Auch im Verwaltungsrat will er künftig durch vier Vertreter Einfluss nehmen.

HB SCHAUMBURG. Der kriselnde US-Telekomausrüster Motorola kommt unter verschärften Druck des amerikanischen Milliardärs und aggressiven Investors Carl Icahn. Der mit einigen Prozent an Motorola beteiligte Icahn will gerichtlich die Herausgabe von Firmenunterlagen erzwingen. In einem gestern veröffentlichten Schreiben an die Aktionäre dringt er zudem auf vier Sitze für seine Vertreter im Verwaltungsrat.

Icahn kritisiert das Motorola-Management angesichts des schwachen Aktienkurses seit langem und forderte bereits mehrfach eine Aufspaltung des verlustreichen Konzerns. Mit den nun gerichtlich eingeklagten Unterlagen wolle er die Entscheidungen der Motorola -Spitze überprüfen, teilte Icahn mit. "In den vergangenen zwölf Monaten haben sich die Aussagen und Vorhersagen von Management und Verwaltungsrat zu oft als falsch herausgestellt."

Motorola ist als Handyhersteller mittlerweile auf den dritten Platz hinter Nokia und Samsung zurückgefallen und verliert weiter Marktanteile. Die Modellpalette gilt als nicht konkurrenzfähig genug. Im vergangenen Jahr zog die schwächelnde Handy-Sparte Motorola sogar in die roten Zahlen.

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