Telekommunikation
O2 nimmt sich für E-Plus-Deal mehr Zeit

Telefonica Deutschland will seinen Rivalen E-Plus schlucken. Doch das braucht Zeit. Und da unklar ist, wann das Kartellamt die Freigabe erteilt, will der Konzern die Frist für die Kapitalerhöhung vorsorglich verlängern.
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FrankfurtTelefonica Deutschland („o2“) plant angesichts der langwierigen Kartellprüfung für die angestrebte Milliarden-Übernahme des Mobilfunk-Rivalen E-Plus mehr Zeit ein. Der Konzern will die Frist für die Kapitalerhöhung, mit der der Deal gestemmt werden soll, vorsorglich verlängern, wie Telefonica Deutschland am Mittwoch in der Hauptversammlungseinladung mitteilte.

Derzeit könne nicht abschließend beurteilt werden, ob die kartellrechtliche Freigabe durch die EU-Kommission rechtzeitig erfolge, begründete der Konzern den Antrag. Die ursprünglich bis zum 10. August 2014 geplante Kapitalerhöhung um 3,7 Milliarden Euro solle nun spätesten bis zum 19. November über die Bühne gehen. Die Aktionäre müssen über den Vorschlag auf dem Jahrestreffen am 20. Mai in München abstimmen. Eine Zustimmung gilt als sicher, da die Firma mehrheitlich vom spanischen Telefon-Riesen Telefonica kontrolliert wird.

EU-Wettbewerbkommissar Joaquin Almunia hatte vorige Woche mitgeteilt, voraussichtlich im Juni und damit einen Monat später als bislang angepeilt über die Fusion zu entscheiden. Die beiden Firmen sollen damit mehr Zeit bekommen, um Bedenken der Wettbewerbshüter mit Zugeständnissen auszuräumen.

Telefonica Deutschland hatte Mitte 2013 den Kauf von E-Plus für 8,6 Milliarden Euro angekündigt. E-Plus gehört dem niederländischen Telekom-Konzern KPN. Sollte der Deal über die Bühne gehen, würden der dritt- und viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland hinter dem Primus Deutscher Telekom und Vodafone fusionieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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