Telekommunikation
Schlechte Perspektive für Telekom Austria

Österreichs Telekom-Unternehmen kommt nicht aus der Krise. Wie Telekom Austria nun mitteilte, stabilisieren sich die Erlöse im dritten Quartal auf niedrigem Niveau. Der Vergleich zum Vorjahr schmerzt jedoch.
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WienDie Telekom Austria erwartet nach einem Gewinneinbruch im Sommer auch zu Jahresende keine Besserung. Ein heftiger Wettbewerb und von den Regulierern verordnete geringere Roaming-Gebühren belasteten die Ergebnisse weiter, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Von Juli bis September brach der Gewinn der Gruppe um knapp die Hälfte auf 51,3 Millionen Euro ein und lag damit unter den Erwartungen von Analysten. Der Umsatz ging um gut fünf Prozent auf 1,04 Milliarden Euro zurück.

Zu schaffen macht der Firma insbesondere der harte Preiskampf im österreichischen Mobilfunkmarkt, wo die Telekom einen Großteil ihrer Erträge erwirtschaftet. Auch im dritten Quartal hat der Wettbewerb nicht nachgelassen – aber die Einnahmen fielen zumindest nicht weiter: Die durchschnittlichen Erlöse pro Kunde (ARPU) blieben im Vergleich zum zweiten Quartal bei 16,30 Euro stabil. Im Vergleich zum Sommer vergangenen Jahres schrumpften sie jedoch um knapp 14 Prozent.

Auch in anderen Ländern läuft es für die Telekom nicht viel besser: In Bulgarien und Kroatien schrumpfte das operative Ergebnis (Ebitda) jeweils im zweistelligen Prozentbereich. Grund dafür waren auch geringere Roaming-Einnahmen durch den EU-Beitritt Kroatiens im Sommer. In Weißrussland, Slowenien, Serbien und Mazedonien stiegen die operativen Gewinne - vor allem wegen des laufenden Sparprogramms.

An der generell schwierigen Lage werde sich auch in den kommenden Monaten nichts ändern: „In den Hauptmärkten der Gruppe – Österreich, Bulgarien und Kroatien – wird der Preisdruck im Mobilfunkbereich durch einen intensiven Wettbewerb verstärkt“, erklärte der Konzern. Hinzu komme eine geringere Nachfrage durch die maue Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa.

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