Telekommunikation
T-Systems kann umbauen

Grünes Licht vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom: Die Geschäftskundensparte T-Systems wird umgebaut. 160000 kleinere und mittelständische Kunden werden in die Privatkundensparte T-Home verschoben. Und das ist noch nicht alles.

HB BONN. Der Aufsichtsrat der Deutsche Telekom hat grünes Licht für den Umbau der Geschäftskundensparte T-Systems gegeben. Rund 160 000 kleinere und mittelständische Kunden sollen zur Privatkundensparte T-Home verschoben werden, teilte der Konzern am Mittwoch in Bonn mit. Bei T-Systems verbleiben nur rund 400 Großkunden, zu denen Konzerne wie die Deutsche Post oder Daimler gehören.

Darüber hinaus wird die Geschäftskundensparte weiterhin öffentliche Auftraggeber und das Gesundheitswesen betreuen. T-Systems-Vorstand Reinhard Clemens hatte die Pläne bereits Ende September angekündigt. Der Umbau soll bis Mitte nächsten Jahres umgesetzt werden.Die Position von T-Systems solle für die Entwicklung des Großkundengeschäfts gestärkt und das Festnetzgeschäft weiter entwickelt werden, sagte Vorstandschef Rene Obermann.

Betroffen von dem Umbau sind auch rund 6 300 T-Systems-Mitarbeiter. Sie sollen nach Angaben eines Sprechers zu unveränderten Konditionen zu T-Home wechseln. Zuvor war von rund 8 000 Mitarbeitern die Rede gewesen.

Bei den Kunden, die künftig von T-Home betreut werden, handelt es sich um kleinere und mittelständische Unternehmen, die standardisierte Produkte nutzen und keine auf sie zugeschnittenen IT-Lösungen nachfragen. Diese Standardprodukte würden bereits zu 90 Prozent bei T-Home entwickelt und über T-Systems vertrieben, hieß es. Künftig kümmert sich T-Home auch um den Vertrieb. Bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen steht die Telekom unter starkem Konkurrenzdruck.

Mit der Verlagerung der Kunden geht die Neuausrichtung von T-Systems weiter. In den vergangenen Monaten hatte sich die in Frankfurt angesiedelte Tochter von Randbereichen getrennt und die Sparte Systems Integration (SI) mit rund 15 000 IT-Fachkräften in eine Kooperation mit der indisch-amerikanischen Cognizant eingebracht.

Mit der Umstrukturierung will Bereichsvorstand Reinhard Clemens T-Systems stärker auf das IT-Geschäft fokussieren und damit vom starken Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt unabhängiger machen. Früheren Angaben zufolge soll T-Systems vor Jahresende noch einen Großauftrag erhalten. T-Systems war im März vom Ölkonzern Shell mit der Betreuung seiner Rechenzentren beauftragt worden. Der Auftrag hatte ein Volumen von einer Milliarde Euro.

/gr/das/wiz

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