Telekommunikation
Telefónica boomt in Lateinamerika

Schwellenländer können auch in der Konjunkturkrise das Unternehmenswachstum sichern. Das beweist der spanische Telekomkonzern Telefónica. Dank des florierenden Geschäfts in Lateinamerika haben die Spanier im vierten Quartal prächtig verdient und damit die nervösen Märkte beruhigt. Und auch dem Jahr 2009 geht Telefónica optimistisch entgegen.

MADRID/DÜSSELDORF. Der Nettogewinn des spanischen Telekomkonzerns legte um 89 Prozent auf rund zwei Mrd. Euro zu. Treiber waren das Breitband- und Mobilfunkgeschäft. Zwar haben die Handykunden im Schnitt weniger telefoniert, zudem belasteten Währungseffekte den Konzern, unterstrich Luis Padrón, Analyst bei Fortis. Doch habe Telefónica dies mit einem kräftigen Zuwachs der Kundenzahl ausgleichen können.

Mit den guten Zahlen beruhigt Telefónica-Chef César Alierta die nervösen Märkte. Sie hatten die Papiere von Telekomanbietern mit starkem Engagement in Schwellenländern am Anfang des Abschwungs abgestraft. Sie fürchteten, diese Länder würden sich in einer Krise noch instabiler erweisen als Industrienationen. "Wir haben alle unsere vorgegebenen Zielziffern mehr als erreicht", erklärte Alierta bei einer Telefonkonferenz. Die Aktie von Telefónica stieg am Donnerstag um über sechs Prozent.

Im Gesamtjahr verzeichnete der spanische Konzern um außerordentliche Einnahmen bereinigt einen Nettogewinn von 7,59 Mrd. Euro, eindrucksvolle 38 Prozent mehr als im Vorjahr. Einschließlich Sonderposten sank der Gewinn um 14 Prozent, da Telefonica 2007 hohe Einnahmen aus dem Verkauf von Airwave und Endemol erzielt hatte.

Der Nettoumsatz, bereinigt um Währungseinflüsse und außerordentliche Einnahmen, stieg um 6,9 Prozent. Brasilien trug mit 38 Prozent erstmals mehr zu den Einnahmen bei als Spanien (36 Prozent). Das restliche Europa war für ein Viertel des Nettoumsatzes verantwortlich.

Telefonica steigerte die Zahl der Anschlüsse im letzten Jahr um 13,2 Prozent auf 259 Mio. Während das Festnetzgeschäft praktisch stagnierte, spürte die spanische Gruppe hohes Wachstum bei den Handy-, Breitband- und Pay-TV-Anschlüssen. Im Handybereich gewann Telefónica 24 Mio. Klienten dazu, ein Drittel davon trug Brasilien bei, der Rest kam aus Mexiko, Peru und Deutschland.

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