Telekommunikation: Zukauf sorgt für Wachstum

Telekommunikation
Zukauf sorgt für Wachstum

Hohe Investitionen sollten für Wachstum sorgen - dieser Plan des Telekommunikationsanbieters Telefonica O2 ging auf: Das Unternehmen wächst seit kurzem deutlich - und hat weiterhin große Ambitionen.
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München

Die Folgen der Wirtschaftskrise auf ihrem Heimatmarkt Spanien haben der Telefonica die Bilanz verhagelt. Gleichwohl wies der größte Telekom-Konzern der Euro-Zone bei seiner deutschen Tochter o2 Zuwächse bei Umsatz, Gewinn und Kundenzahl aus. Dazu trug auch die Übernahme des Rivalen Hansenet mit der Marke "Alice" bei. Die Zahl seiner Mobilfunkkunden steigerte o2 um zehn Prozent auf 17 Millionen.

o2 hat sich zum Ziel gesetzt, näher an die Marktführer Deutsche Telekom und Vodafone heranzurücken.

In Spanien musste Telefonica stärker um Kunden buhlen, weil die Iberer nach dem Kollaps des Immobilienmarktes und den Sparprogrammen der Regierung mehr aufs Geld achten. Dennoch stieg der Nettogewinn 2010 um fast ein Drittel auf rund zehn Milliarden Euro. Darin ist allerdings auch eine Einmaleinnahme von 3,5 Milliarden Euro bei der brasilianischen Mobilfunktochter Vivo enthalten. Der Umsatz legte um 7,1 Prozent auf 60,7 Milliarden Euro zu.

o2 berichtete für Deutschland von besonders guten Geschäften im Schlussquartal 2010, in dem 505.000 neue Kunden gewonnen worden seien. Mit fast 19,6 Millionen Kunden in den Bereichen Mobilfunk und DSL steigerte o2 die Zahl im Gesamtjahr gegenüber Ende 2009 um fast ein Viertel. Insgesamt erwirtschaftete o2.2010 einen Gesamtumsatz von 4,83 Milliarden Euro, was ohne dem Zukauf der Hansenet einem Zuwachs von knapp acht Prozent entsprach.

Der Gewinn im operativen Geschäft (auf Basis Adjusted OIBDA) stieg um knapp ein Viertel auf rund 1,15 Milliarden Euro. Dabei habe sich die Kürzung des Terminierungsentgelts bereits im vierten Quartal erheblich auf das Ergebniswachstum ausgewirkt, erklärte o2. Die Bundesnetzagentur hatte Ende November den Netzbetreibern o2, Deutsche Telekom, Vodafone D2 und E-Plus KPN auferlegt, nur noch gut 3,3 Cent je Minute für Anrufe verlangen zu dürfen, die aus anderen Netzen kommen. Zuvor waren die Gebühren etwa doppelt so hoch.

Am Freitag hatte auch die Deutsche Telekom einen Gewinnsprung ausgewiesen, die Erwartungen aber ebenfalls enttäuscht. Die Telecom Italia indes überraschte mit ihrem am Donnerstagabend vorgelegten Nettogewinn positiv.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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