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Telekommunikations-Dienstleister: Debitel-Betriebsräte vertrauen Freenet-Vorstand nicht

Die Konflikte beim Telekommunikations-Dienstleister Freenet spitzen sich zu. Die Betriebsratsgremien der von Freenet übernommenen debitel-Gruppe in Stuttgart und Ettlingen haben dem Vorstandsvorsitzenden Eckhard Spoerr und Aufsichtsratschef Helmut Thoma in einem offenen Brief das Vertrauen entzogen.

HB HAMBURG/STUTTGART. Spoerr hat zudem Probleme mit seinen Großaktionären Permira, United Internet und Drillisch, die unzufrieden mit dem schleppenden Verkauf der DSL-Sparte und dem fallenden Aktienkurs sind. Der Vorstandschef genießt jedoch das Vertrauen des Aufsichtsrats.

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Hintergrund für den Protest der Arbeitnehmer ist der angekündigte Abbau von 1 000 der 7 700 Arbeitsplätze in der Gruppe. Es entstehe der Eindruck, dass Standortentscheidungen rein kostenbasiert getroffen würden und wichtiges Know-how vernichtet werde, heißt es in dem Schreiben, das von den Betriebsratsvorsitzenden der Standorte unterzeichnet ist. Es sei unübersehbar, dass insbesondere die Verlagerung der Informationstechnik in die Freenet-Zentrale im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf äußerst riskant sei. Es sei zweifelhaft, dass Mio. von Kunden auf die Informationssysteme übertragen werden könnten. "Wir befürchten, dass es da Probleme geben wird", sagte der Vorsitzende des debitel-Gesamtbetriebsrats Wolfgang Höhne.

Die Arbeitnehmervertreter sprechen in ihrem Schreiben auch eine Reihe von weiteren Problemen bei Freenet an, so den bislang erfolglosen Versuch, die DSL-Sparte zu verkaufen. Es sei nicht nachvollziehbar, ob es überhaupt Bieter dafür gebe, nachdem der zuerst gesetzte Verkaufstermin im November verfehlt worden sei. Der Aufsichtsrat von Freenet räume dem Vorstand eine Zeitspanne von mehr als fünf Monaten bis Mai 2009 ein. Weder Kunden noch Aktionäre noch Mitarbeiter brächten Spoerr gegenwärtig das Vertrauen entgegen, das Unternehmen in den nächsten Jahren erfolgreich zu führen, heißt es in dem Schreiben.

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