Telekommunikationsanbieter
QSC will 2009 weiter wachsen

Der Telekomanbieter QSC hat trotz Wirtschaftskrise seinen Umsatz 2008 gesteigert und seine Ziele erreicht. Umsatz und Ergebnis will das Unternehmen 2009 weiter steigern.

HB KÖLN. Unternehmenschef Bernd Schlobohm will sich noch stärker auf die Profitabilität seines Unternehmens konzentrieren und peilt einen positiven Free Cashflow an. Dieser soll bei mehr als zehn Millionen Euro liegen, nachdem das Unternehmen 2008 noch Mittelabflüsse in Höhe von 33,8 Millionen Euro verbucht hatte.

Der Umsatz dürfte 2009 zwischen 420 bis 440 Millionen Euro liegen, wie das Kölner Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll hingegen auf 68 bis 78 Millionen Euro steigen. Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten um fünf Prozent zu. Die Ergebnisse für 2008 lägen klar über den Erwartungen, sagte ein Börsianer. Der Ausblick entspreche hingegen mehr oder weniger den Erwartungen.

"Wir haben unsere im Jahresverlauf bereits zweimal angehobenen Ziele in einem schwierigen Marktumfeld vollständig erreicht", stellte QSC-Chef Bernd Schlobohm fest. Grund für das starke Wachstum war den Angaben zufolge erneut die Entwicklung im Großkundengeschäft (Wholesale). QSC verfügt über ein eigenes Netz, das auch an Großabnehmer wie Freenet oder United Internet vermietet wird.

Im Jahr 2008 schaltete QSC 306 900 zusätzliche Leitungen und erhöhte damit deren Gesamtzahl auf 555 700. Allerdings habe die Dynamik angesichts eines zunehmend gesättigten Marktes im DSL-Privatkundengeschäft und eines stärkeren Wettbewerbs im Jahresverlauf deutlich abgenommen, hieß es. Dies sei durch Sprach- und Datendienste und Telekommunikationslösungen ausgeglichen worden.

Gleichzeitig fuhr das Telekomunternehmen seine Investitionen deutlich zurück. Sie sanken von 122,9 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 91,4 Millionen Euro. Mitte des Jahres hatte QSC ein Projekt zur Netzerweiterung abgeschlossen. Nach dessen Abschluss seien auch wie geplant die Verbindlichkeiten zurückgefahren worden.

Im abgelaufenen Jahr hatte QSC nach vorläufigen Zahlen seinen Umsatz trotz Wirtschafts- und Finanzkrise um 23 Prozent auf 413,3 Millionen Euro gesteigert. Das Ebitda verdoppelte sich dank Synergien aus der Broadnet-Übernahme und einem Fokus auf Kostendisziplin nahezu auf 67,3 Millionen Euro (Vorjahr: 34,9 Millionen Euro). Unterm Strich schrieb das Unternehmen wieder schwarze Zahlen. Das Nettoergebnis belief sich auf 0,8 Millionen Euro nach einem Minus von 12,7 Millionen Euro im Vorjahr.

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