Telekommunikationsanbieter steigert operativen Gewinn
Colt Telecom erwartet positiven Cash Flow für zweites Halbjahr

Der europäische Telekommunikationsanbieter Colt Telecom Group hat im zweiten Quartal seinen operativen Gewinn um zehn Prozent gesteigert und ist auf einem guten Weg, die Markterwartungen für das Gesamtjahr zu erfüllen. Die von Deutschland-Cef Wolfgang Essig genährten Wachstumserwartungen für Deutschland sind jedoch kaum mehr zu erreichen.

HB LONDON. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sei in den Monaten April bis Juni 2005 auf 40,8 Millionen Pfund (rund 58,5 Millionen Euro) gestiegen von 37,1 Millionen Pfund im Vorquartal, teilte Colt am Donnerstag mit. Der Umsatz des Unternehmens, das in 32 Städten in 13 europäischen Ländern aktiv ist, stieg währungsbereinigt um 3,1 Prozent auf 316,7 Millionen Pfund.

„Wir sind auf Kurs, die Markt-Erwartungen für Umsatz und Ebitda zu erfüllen“, sagte Vorstandschef Jean-Yves Charlier. „Wir gehen davon aus, im zweiten Halbjahr einen positiven Cash Flow zu erzielen, aber nicht notwendigerweise auch im gesamten Jahr“, ergänzte der Vorstandschef. Analysten hatten erwartet, dass das in Großbritannien ansässige Unternehmen seinen Ausblick bekräftigt, wonach im Verlaufe des Jahres auf nachhaltiger Basis ein positiver Cash Flow erreicht werden soll.

Bei einem Überschuss an Kapitalmitteln kann sich ein Unternehmen selbst aus dem operativen Geschäft finanzieren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Vorsteuerverlust bei Colt im zweiten Quartal auf 26,3 Millionen Pfund von 28,2 Millionen. Colt Telecom hatte jüngst die von Deutschland-Chef Wolfgang Essig genährten Wachstumserwartungen gedämpft, wonach der Umsatz in Deutschland in diesem Jahr um mehr als 15 Prozent steigen solle. Die von Essig genannte Wachstumsrate sei lediglich ein internes Ziel. Im ersten Halbjahr seien die Einnahmen in Deutschland um weniger als fünf Prozent gewachsen.

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