Telekommunikationsanbieter
Telefonica O2 bietet für Hansenet

Die Spatzen haben es schon länger von den Dächern gepfiffen, nun ist es amtlich: Telefonica O2 Deutschland bietet für den DSL-Anbieter Hansenet. Der Telekommunikationsanbieter würde aber nicht alles für die Übernahme tun.

HB MÜNCHEN. "Wir sind interessiert, aber wir zahlen nicht jeden Preis", sagte der Chef der Deutschland-Tochter des spanischen Telekommunikationskonzerns, Jaime Smith, am Freitag in München. "Wir sind weiterhin an der Konsolidierung des deutschen Breitbandmarktes interessiert."

Neben Telefonica hat Kreisen zufolge auch der Internetanbieter United Internet ein Auge auf Hansenet geworfen, das für sein DSL-Angebot "Alice" bekannt ist. Auch der britische Mobilfunkriese Vodafone hatte Interesse gezeigt, bis Anfang der Woche aber Kreisen zufolge noch kein unverbindliches Angebot abgegeben.

Hansenet ist eine Tochter der Telecom Italia. Von Branchenkennern wird der Wert des Spezialisten für schnelle Internetverbindungen auf gut eine Milliarde Euro beziffert. Telefonica werden in der Branche die besten Karten für einen Zuschlag zugeschrieben.

Unabhängig davon kündigte Smith an, Telefonica O2 werde sein Mobilfunk- und Datennetz im laufenden Jahr für knapp eine Milliarde Euro ausbauen. Das Unternehmen setze über die Investition hinaus auch auf die technische Kooperation mit Vodafone, um die Kosten im Griff zu halten. Beide Firmen teilen sich mitunter Funkanlagen.

Der kleinste deutsche Mobilfunkanbieter O2 will zudem seinen großen Rivalen mit einem neuen Tarifangebot Kunden abjagen. "Wir müssen die Deutsche Telekom und Vodafone so angreifen, dass die Kunden zu uns kommen", sagte Vertriebschef Lutz Schüler. Ab 5. Mai biete sein Haus nur noch drei Tarife an.

Im Haupttarif "O2 o" entfielen künftig Grundgebühr und Vertragslaufzeit, Gesprächsminute und SMS kosteten einheitlich 15 Cent in alle deutsche Netze und die Kunden zahlten monatlich maximal 60 Euro. Ein wie bislang üblich subventioniertes Handy sei in dem Angebot nicht mehr enthalten. Die Kunden könnten allerdings ein Gerät weiter über O2 beziehen und den Preis über die Laufzeit von 24 Monaten zinsfrei abstottern. Für Datenübertragungen gelten die alten Tarife weiter.

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