Telekommunikationsbranche
Versatel und Belgacom reden über Fusion

Im Telekommunikationssektor bahnt sich möglicherweise eine grenzübergreifende Fusion an. Der niederländische Telekom-Konzern Versatel bestätigte am Montag entsprechende Gespräche mit dem belgischen Marktführer Belgacom.

HB AMSTERDAM. Das Unternehmen diskutiere mit Belgacom und Talpa Capital eine mögliche strategische Kooperation einschließlich einer möglichen öffentlichen Offerte, teilte Versatel mit. Da sich die Gespräche in einer frühen Phase befänden, könnten zunächst keine weiteren Einzelheiten genannt werden. Talpa ist die Investitionsgesellschaft des „Big-Brother“-Erfinders John de Mol.

Die belgische Zeitung „De Tijd“ hatte bereits am Freitag unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, Belgacom erwäge Versatel zu kaufen. Die im Oktober 1995 gegründete Versatel gilt seit dem Ende des Konkursverfahrens im Jahr 2002 in der Branche als potenzielles Übernahmeziel. Das Unternehmen ist vor allem in den Benelux-Staaten und Deutschland mit rund 1900 Beschäftigten tätig und hat dort mehr als eine Million Kunden. Im Sommer vergangenen Jahres hatte sie für knapp 35 Mill. € die Berliner Telekom-Firma BerliKomm von den Berliner Wasserbetrieben übernommen.

Voraussichtlich am Mittwoch wird Versatel den Bericht über die ersten drei Monate 2005 vorlegen. Analysten rechnen mehrheitlich mit einer Ausweitung des Verlustes. Versatel-Aktien gewannen am Montag an der Börse in Amsterdam etwa 25 % auf 2,20 €.

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