Telekommunikationskonzern
Vodafone interessiert sich für Freenets DSL-Geschäft

Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone ist nach den Worten seines Deutschland-Chefs grundsätzlich an einer Übernahme des DSL-Geschäfts von Freenet interessiert. Freenet sucht seit längerem einen Käufer für die DSL-Sparte.

HB DÜSSELDORF. "Wir gucken uns das an", sagte der Chef von Vodafone Deutschland, Friedrich Joussen, am Dienstag in Düsseldorf. Eine Übernahme um jeden Preis werde es aber nicht geben. Der Mobilfunk- und Internetanbieter Freenet sondiere den Markt und führe mit mehreren Interessenten Gespräche, darunter mit Vodafone. Eine Prüfung der Bücher oder Verhandlungen gebe es aber noch nicht.

Freenet muss die milliardenteure Übernahme des Stuttgarter Mobilfunk-Rivalen Debitel finanzieren. Versatel und United Internet haben bereits Interesse angemeldet.

Vodafone will in Deutschland sein Geschäft mit dem schnellen Internet in den kommenden Jahren deutlich ausbauen und hatte erst kürzlich die Festnetzmarke Arcor komplett übernommen. Joussen sagte, es sei noch unklar, wie werthaltig das zum Verkauf stehende Geschäft von Freenet sei. "Wir werden da nicht reinstolpern. Wir haben genug Chancen, organisch zu wachsen."

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 gewann Vodafone in Deutschland nach den am Dienstag vorgelegten Zahlen 128 000 DSL-Kunden hinzu. Zusammen mit Arcor verfügt Vodafone hierzulande nun über rund 2,8 Mill. DSL-Kunden. Der Konzern hat in Deutschland nach eigenen Angaben bei dem Geschäft mit dem schnellen Internet einen Marktanteil von 13,6 Prozent. Der Anteil soll in den kommenden Jahren auf 20 Prozent steigen.

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