Telekommunkationsbranche
Astra plant Breitband-Versorgung über Satellit

In dem Wettstreit um die flächendeckende Versorgung mit Breitband-Internet in Deutschland kommt mit dem europäischen Satellitenbetreiber Astra ein weiterer Bewerber hinzu.

HB BERLIN. Die ländlichen Regionen könnten ohne größere Investitionen ab sofort an das schnelle Internet angeschlossen werden, erklärte Astra-Chef Ferdinand Kayser vor dem Gipfeltreffen der Telekommunkationsbranche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Dienstag in Berlin.

In den vergangenen Wochen hatten nach der Deutschen Telekom auch ihre Wettbewerber aus der Telekommunikations-Branche Pläne für den flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets vorgelegt.

Bislang sind rund fünf Mio. Menschen in Deutschland vom schnellen Internet abgeschnitten. "Weiße Flecken" auf der DSL- Landkarte befinden sich vor allem in Randgebieten von Städten sowie auf dem Land - dort, wo sich die teure Verlegung neuer Leitungen angesichts der geringen Einwohnerzahl nicht rentiert.

Bei dem Treffen im Kanzleramt soll es darum gehen, wie sich die Vorgaben des zweiten Konjunkturpaketes bei der flächendeckenden Breitbandversorgung umsetzen lassen. Bis spätestens Ende 2010 sollen die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt sein.

Telekom-Chef René Obermann hatte in Aussicht gestellt, dass der Bonner Konzern rund zwei Mrd. Euro für flächendeckende Versorgung mit Breitband-Anschlüssen bereitstellen könnte. Dabei kündigt sich auch ein Streit zwischen der Telekom und ihren Wettbewerbern um die Gebühren an. Laut Medienberichten soll Obermann als Gegenleistung für den Breitband-Ausbau gefordert haben, von seinen Rivalen höhere Mietpreise für die Mitbenutzung des Telekom - Netzes verlangen zu dürfen.

Astra-Chef Kayser betonte, über die drahtlose Breitband-Verbindung ASTRA2Connect könnten mit einer Satellitenschüssel und einer Empfangsbox Daten unabhängig vom Festnetz- oder Kabelanschluss gleichzeitig gesendet und empfangen werden. Auch Telefondienste und Fernsehempfang seien möglich, schrieb Kayser in einem Brief an das Bundeswirtschaftsministerium.

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