Telekomunternehmen
Freenet schafft Milliarden-Umsatz

Die Übernahme von Debitel hat Freenet offenbar gut getan. Das Telekomunternehmen hat im abgelaufenen Quartal deutlich mehr verdient und umgesetzt als im Vorjahr.

HB DÜSSELDORF. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im dritten Quartal auf 133,5 Millionen Euro (Vorjahr: 67,4 Mio Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Büselsdorf mitteilte. Außerdem überschritt Freenet mit seinen Umsätzen erstmals die Milliardengrenze und erlöste 1,08 Milliarden Euro (Vorjahr: 400 Mio Euro). Allein 1,01 Milliarden Euro stammten dabei aus dem Geschäftsfeld Mobilfunk.

Nach der debitel-Übernahme sind die Zahlen kaum mit dem Vorjahreswert vergleichbar - im zweiten Quartal hatte Freenet noch einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn verbucht.

Der Telekommunikationskonzern Freenet sagt den Verkauf seine DSL-Sparte nicht ab. „Der Verkaufsprozess wird nicht gestoppt“, sagte Vorstandschef Eckhard Spoerr der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Freenet spreche weiterhin mit einem Kreis von Interessenten. Die Namen der Interessenten nannte Spoerr nicht.

Seit längerem wird spekuliert, Freenet könne den Verkauf des Breitbandgeschäfts absagen müssen, weil es nicht ausreichend Interessenten gebe. Im Zwischenbericht zum dritten Quartal heißt es dazu, ein Verkauf sei wegen der Finanzkrise und des Konjunkturabschwungs schwieriger geworden und werde „nur zu deutlich schlechteren Konditionen als ursprünglich angenommen durchgeführt werden“ können.

Freenet will angesichts der Konjunkturabkühlung seine Geschäftsprognose für 2009 überprüfen. Er sehe ein Risiko von etwa zehn Prozent bei der bisherigen Prognose eines Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (Ebitda) von 400 Millionen Euro für das kommende Jahr, sagte Spoerr.

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