Telia unter Korruptionsverdacht

Schwedischer Konzern soll 1,4 Milliarden Dollar zahlen

Beim Markteintritt in Usbekistan des Telekommunikationskonzerns Telia sollen Schmiergelder geflossen sein. Firmenchefin Marie Ehrling räumt Fehler. Behörden aus den USA und den Niederlanden fordern eine Milliardenstrafe.
Telia-Chefin Marie Ehrling gibt zu, dass sich der Konzern unlauterer Mittel bedient hat. Telia übernehme die Verantwortung dafür. Quelle: dpa
„Unethisch und falsch“

Telia-Chefin Marie Ehrling gibt zu, dass sich der Konzern unlauterer Mittel bedient hat. Telia übernehme die Verantwortung dafür.

(Foto: dpa)

StockholmDer schwedische Telekommunikationskonzern Telia soll wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken in Usbekistan 1,4 Milliarden Dollar (1,25 Milliarden Euro) zahlen. Diesen Vergleichsvorschlag hätten Behörden aus den USA und den Niederlanden dem Unternehmen unterbreitet, teilte Telia am Donnerstag mit. Die Summe sei „sehr hoch“, urteilte Konzernchefin Marie Ehrling. Der Vorschlag werde nun eingehend geprüft.

Die Behörden in den USA und den Niederlanden ermitteln seit März 2014 gegen Telia. Der Konzern soll in Usbekistan Schmiergeld an eine einheimische Firma gezahlt haben, um an eine Mobilfunklizenz zu kommen und eine 26-prozentige Beteiligung an dem Telefonanbieter Ucell übernehmen zu können.

Firmenchefin Ehrling erklärte, der Markteintritt von Telia in Usbekistan sei „unethisch und falsch“ gelaufen. Das Unternehmen übernehme die Verantwortung dafür.

  • afp
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