Tencent Chinesischer Facebook-Rivale verdient deutlich mehr

Online-Spiele, Messaging und Social Network: Der Internetkonzern Tencent ist das chinesische Pendant zu Facebook. Der Umsatz legt nun um 45 Prozent zu – zur großen Überraschung vieler Analysten.
Mit dem Messaging-Dienst WeChat hatte Ende Dezember 697 Millionen Nutzer – eine Steigerung von fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Quelle: Reuters
Tencent-User in Peking

Mit dem Messaging-Dienst WeChat hatte Ende Dezember 697 Millionen Nutzer – eine Steigerung von fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

(Foto: Reuters)

Hongkong/PekingDer chinesische Facebook-Rivale Tencent profitiert von höheren Werbeeinnahmen und seinen Online-Spielen. Der Umsatz legte deswegen in den drei Monaten bis Ende Dezember um 45 Prozent auf umgerechnet 4,1 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Analysten hatten nicht mit so viel gerechnet. Der Nettogewinn verbesserte sich um gut ein Fünftel auf knapp eine Milliarde Euro.

Lange waren Online-Spiele die wichtigste Einnahmequelle für Tencent. Doch mittlerweile wird der Messaging-Dienst WeChat immer stärker genutzt. Einen Plan, WeChat abzuspalten, gebe es derzeit nicht, sagte Tencent-Chef Pony Ma. Der Dienst hatte Ende Dezember 697 Millionen User, das sind 39 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Diese IT-Firmen gibt es auch auf Chinesisch
Google
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Die Zensur in China erstreckt sich nicht nur auf klassische Medien oder regierungskritische Blogs, auch Unternehmen haben mit ihr zu kämpfen. So zum Beispiel die Suchmaschine Google, die sich bereits 2010 aus der Volksrepublik verabschiedete. Auch Googles neuer Mutterkonzern hat mit der Zensur zu kämpfen: Laut Medienberichten ist die Webadresse von Alphabet für Chinesen nicht zu reichen. Der Grund: Sie breche mit Konventionen.

Baidu
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Wer in China also eine Suchmaschine bemühen will, muss auf andere Angebote ausweichen. Zum Beispiel auf Baidu: Der größte chinesischen Internetsuchmaschinen-Betreiber verliert derzeit an Ertragskraft, weil auch in China immer mehr Menschen über das Smartphone im Internet surfen, was wiederum weniger Werbeerlöse einbringt. Baidu plant Milliardeninvestitionen, um neue Dienste wie Kinokartenverkauf, Taxibestellungen oder Restaurantreservierungen zu entwickeln.

Ebay
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Wie Google hat auch das Internet-Plattform Ebay die Volksrepublik verlassen. Allerdings nicht aufgrund staatlicher Zensur, sondern wegen eines Mitbewerbers, der den US-Gigant in die Knie zwang.

Taobao
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Denn in China spielt die Plattform Taobao die Hauptrolle als Internetkaufhaus für Kleinanbieter. Mit ihr der Multimilliardär Jack Ma. Der Alibaba-Chef hatte Taobao als Antwort auf Ebay 2003 entwickeln lassen, drei Jahre später machte Ebay die eigene Seite in China dicht.

Amazon
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Amazon versucht in China Fuss zu fassen und bietet eine eigene Webseite. Doch hat mit starker Konkurrenz zu kämpfen.

Tmall
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Denn mit Handelsplattformen wie Taobao oder Tmall kontrolliert Alibaba-Chef Jack Ma vier Fünftel des Handels im Internet in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Tmall bietet Unternehmenskunden eine Plattform. Im Gegensatz zu Amazon verkauft Alibaba die Waren jedoch nicht selbst, sondern bietet lediglich die Plattform für Händler und Kunden. Neben Alibaba macht auch die Online-Seite JDcom Amazon Konkurrenz.

Paypal
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Die abgespaltene Ebay-Tochter Paypal nutzen indes viele Chinesen. Doch der US-amerikanische Bezahldienst hat in der Volksrepublik einen harten Konkurrenten.

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