Terrorabwehr
Telekom will Prepaid-Problem angehen

Magyar Telekom hat ein Problem: Prepaid-Karten der Telekom-Tochter fanden sich bei erschossenen Terroristen in Paris und Brüssel. Jetzt reagiert die Telekom mit einer europaweiten Initiative.
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BonnDie Deutsche Telekom will eine europaweite Anti-Terror-Initiative starten, um den Missbrauch von vorausbezahlten Mobilfunkkarten durch Terroristen einzudämmen. „Eine Registrierung mit Identifizierung sowie eine Limitierung der Kartenmenge pro Kauf sind Möglichkeiten, die im politischen Diskussionsprozess erörtert werden sollten“, sagt der für Datenschutz zuständige Telekom-Vorstand Thomas Kremer der Wirtschaftswoche.

Aufgeschreckt wurde die Telekom durch einen drastischen Missbrauchsfall in Ungarn. Im Namen eines verstorbenen Obdachlosen legten offenbar Hintermänner der Terrormiliz IS einen Vorrat von 20.000 Prepaid-Karten an. Einzelne Karten fanden die Ermittlungsbehörden nach den Anschlägen in Paris und Brüssel in den Taschen der erschossenen Terroristen. Die meisten davon verkaufte die Telekom-Tochter Magyar Telekom.

Die Täter gehen so vor: Sie legen nach jedem Anruf eine neue Prepaid-Karte ins Handy. So können sie mit Komplizen telefonieren, ohne dass das Gespräch abgehört werden kann.

In einigen europäischen Ländern – etwa in Österreich, den Niederlanden und Rumänien – ist das besonders einfach. Denn dort können Prepaid-Karten ohne Vorlage des Personalausweises bestellt werden. Deutschland hat die Identitätsprüfung im vergangenen Sommer beschlossen. Das Gesetz tritt aber erst am 1. Juli 2017 in Kraft.

Jürgen Berke
Jürgen Berke
Unternehmen & Märkte / Redakteur

Kommentare zu " Terrorabwehr: Telekom will Prepaid-Problem angehen"

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  • Problem Prepaid? Verstehe ich nicht. Kaufe ich, muß ich meine Daten hinterlegen. In Krimis, Polzeiberichten usw. ist ein Käufer, Nutzer nie fest zu stellen! Auf Befehl der Frau Merkel?

  • Das ist eine Sache die die EU Kommission angehen sollte und verbindlich für alle EU Länder beschließen sollte.

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