Tesla zum halben Preis

Das Model S als „Schweizer Schnäppli“

Das Schweizer Schnäppchen-Portal „QoQa“ hat Elektro-Autos von Tesla für die Hälfte verkauft. Kunden haben satte 50.000 Franken beim Kauf des Models S gespart. Es ist nicht die erste spektakuläre Aktion des Portals.
Das Tesla Model S bei einer Autoshow in Berlin. Der Listenpreis beträgt rund 100.000 Euro. Quelle: Reuters
Tesla Model S

Das Tesla Model S bei einer Autoshow in Berlin. Der Listenpreis beträgt rund 100.000 Euro.

(Foto: Reuters)

GenfDas Schweizer Schnäppchen-Portal QoQa, nach eigenen Angaben „ein bisschen verrückt“, hat zu seinem zehntem Geburtstag Elektro-Flitzer von Tesla für die Hälfte verkauft. Das Model S war ab Montag Punkt Mitternacht für genau 51.900 Schweizer Franken (47.999 Euro) zu haben – Rabatt: 50.000 Franken.

Wie viele Autos QoQa verkaufte, gab das Portal nicht bekannt, es seien aber „viel mehr als ein Stück“. Aus gut informierten Kreisen hieß es, es seien rund 20 Autos im Angebot gewesen. Sie waren binnen 30 Minuten ausverkauft. Rund 100.000 Interessierte hatten sich um Mitternacht eingeloggt.

Was die stärksten und schnellsten Elektro-Autos leisten
McLaren P1
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Ein zusätzlicher Elektromotor kann ein Auto sparsamer, aber auch schneller machen: Der McLaren P1 wird zum Beispiel von einem 179 PS starken Elektromotor angetrieben, dessen Batterie auch an der Steckdose geladen werden kann. Da der Wagen so aber nur elf Kilometer weit kommt, haben die Ingenieure zur Unterstützung noch einen Benzinmotor eingebaut. Der 3,8 Liter große V8-Biturbo bringt es auf 737 PS ...

MCLaren P1
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Mit der Systemleistung von 916 PS bringt es der P1 auf extreme Beschleunigungswerte: von 0 auf 100 km/h in 2,8 Sekunden, 0 auf 200 km/h in 6,8 Sekunden, erst bei 350 km/h ist Schluss. Der Normverbrauch bleibt mit 8,3 Litern erträglich – dem Elektromotor sei dank. Wer jetzt Interesse hat, ist leider zu spät dran: Trotz eines Stückpreises von 1,1 Millionen Euro waren alle 375 Exemplare noch vor Beginn der Serienproduktion verkauft.

McLaren P1 GTR
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Wenn einem der 375-P1-Besitzer das Gefährt auf Dauer zu langweilig ist, kann er sich zusätzlich einen P1 GTR kaufen. Der GTR ist allerdings auf 35 Fahrzeuge limitiert. Dafür gibt es jede Menge Spaß auf der Rennstrecke: Der Benziner leistet jetzt 800 PS, der Elektromotor 200 PS. Macht zusammen exakt 1.000 PS. Da McLaren nicht nur die Leistung gesteigert hat, sondern den P1 GTR konsequent auf Rennsport getrimmt hat, ist leider die Straßenzulassung verloren gegangen ...

McLaren P1 GTR
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In der heimischen Garage darf der GTR-Besitzer seinen Rennwagen aber nicht bewundern: Die Autos bleiben bei McLaren und werden von den Briten zu acht Events pro Jahr eingeflogen. Nach dem der Fahrer seinen P1 GTR auf einer der aktuellen Formel-1-Strecke ans Limit getrieben hat, wird der McLaren zurück nach Woking gebracht – bis zum nächsten Event. 2,5 Millionen Euro kostet der Spaß.

LaFerrari
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Nicht nur in der Formel 1 duellieren sich McLaren und Ferrari, sondern auch auf der Straße – zumindest beim Kampf um die zahlungskräftige Kundschaft. Das Spitzenmodell der Italiener, der LaFerrari, steht in vielerlei Hinsicht in direkter Konkurrenz zum P1. Auch hier wird der Benzinmotor von einer kräftigen E-Maschine unterstützt. Zusammen mit dem 6,3-Liter-V12 bringt es der LaFerrari so auf 963 PS. Nicht nur bei der Leistung, auch bei der Beschleunigung liegt der rote Flitzer aus Maranello vor dem McLaren: Beim besonders relevanten Spurt aus dem Stand auf 300 km/h nimmt der LaFerrari mit 14,0 Sekunden dem P1 ganze 1,5 Sekunden ab.

LaFerrari
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Es gibt aber auch Unterschiede zum McLaren P1: An der Steckdose wird man einen LaFerrari nicht sehen, seine Batterie wird nur von dem V12 aufgeladen. Rein elektrisch fahren kann der LaFerrari auch nicht wirklich: Nur beim Einparken bis sechs km/h ist der V12 abgeschaltet, selbst bei Stadt-Tempo läuft der Benziner die ganze Zeit mit. In einem Punkt ähneln sich McLaren und Ferrari wieder: Interessenten sind zu spät dran, alle Fahrzeuge – in diesem Fall 499 Stück – sind bereits vergeben.

Ferrari FXX K
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Was McLaren mit dem P1 GTR macht, hat eigentlich Ferrari erfunden: Von dem Supersportwagen der 2000er-Jahre, dem Enzo, entstand –damals noch mit Hilfe von Michael Schumacher – der FXX. Ein radikales "Forschungs- und Entwicklungsauto", wie Ferrari es nennt, das die besonders treuen und zahlungskräftigen Kunden bei einigen Veranstaltungen auf der Rennstrecke ausführen durften. Auch der LaFerrari hat seinen Rennstrecken-Ableger, den FXX K. Das "K" steht für das Energierückgewinnungssystem KERS, das an das Hybrid-System der Formel 1 angelehnt ist. Die ungewöhnliche Optik ist einer verbesserten Aerodynamik geschuldet, die aber notwendig ist, um die 1050 PS auf der Straße, äh Rennstrecke, zu halten. 40 Exemplare zum Stückpreis von 2,5 Millionen Euro sollen in den nächsten beiden Jahren entstehen.

Das Auto muss bis 22. Dezember bezahlt sein, geliefert wird es „ab Produktion“ im Laufe des Jahres 2016, wie QoQa mitteilte. Um seine Kunden bei Laune zu halten, kündigte das Portal an, es habe „noch einige Teslas ergattern“ können und werde diese „bald rausrücken“. Um welche Zeit genau, hänge von der Laune des Anbieter und dem Wetter ab.

QoQa, laut Eigenwerbung das „Schweizer Schnäppli-Original“, hat bereits mit mehreren spektakulären Angeboten auf sich aufmerksam gemacht. Vor vier Jahren gab es ein paar Porsche 911 zum halben Preis, vor zwei Jahren Uhren der Marke Rolex Daytona.

  • afp
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