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26.10.2007 

Warum hat Google bei Facebook nicht zugeschlagen?
Darüber kann man nur spekulieren, ein offizielles Statement gibt es nicht. Tatsächlich war Google an Facebook interessiert. Allerdings wäre ein Erwerb strategisch nicht unbedingt zwingend gewesen, da Google bereits Community-Seiten wie etwa Youtube besitzt. Zudem wollte das Facebook-Management die Eigenständigkeit behalten, Google wollte aber angeblich die Mehrheit.

Was macht Facebook für Werbung so interessant?
Das sind die Nutzer, weltweit mittlerweile rund 50 Millionen an der Zahl. Sie treten über Facebook mit Freunden in Kontakt, gestalten dort Webseiten nach ihrem Geschmack, stellen persönliche Informationen einschließlich Bilder und Videos ins Netz. Das könnte eine ideale Plattform für Online-Werbung sein. Zwar ist Facebook kleiner als der Rivale Myspace. Nach Angaben des Marktforschers Comscore hatte Facebook im September alleine in den USA 30,6 Mill. Besucher, Myspace erreichte dagegen 68,4 Mill. Gäste. Allerdings wächst Facebook derzeit schneller als die Wettbewerber.

Gibt es bereits erfolgreiche Beispiele für Online-Werbung auf solchen Seiten?
Nein, noch handelt es sich um eine Wette auf die Zukunft. Ein geeignetes Geschäftsmodell hat bislang noch keiner gefunden.

Warum ist Microsoft angesichts solcher Hürden so erpicht auf Facebook?
Weil es mehr als nur Werbung geht. Zum einen kann Microsoft Services wie Musik-Dienste oder Instant-Messaging über Facebook anbieten. Gleichzeitig könnten sogenannte Widgets, kleine Internet-Anwendungen, die die Facebook-Nutzer reichlich entwickeln, für den Konzern interessant sein. Daneben gibt es einige Experten, die glauben, dass solche Portale wie Facebook künftig die zentrale Tür der Nutzer zum Internet insgesamt werden könnte. Mit dem Einstieg bei Facebook hat Microsoft also gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

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