Texas Instrument hebt Prognose an
National Semiconductor verdient an drahtloser Kommunikation

Der Halbleiterhersteller National Semiconductor hat im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang ausgewiesen, die Erwartungen der Analysten aber übertroffen. Konkurrent Texas Instrument hob gleichzeitig seine Prognose an.

HB SAN FRANCISCO. Der Nettogewinn sei im vierten Quartal des Geschäftsjahres (per 28. Mai) auf 118,8 Mill. Dollar oder 34 Cent je Aktie nach 130,2 Mill. Dollar vor Jahresfrist gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Indes hätte der Gewinn im abgelaufenen Quartal ohne Einmalbelastungen im Volumen von 25 Mill. Dollar 41 Cent je Aktie betragen. Analysten hatten auf dieser Basis im Schnitt nur 38 Cent erwartet. Der Umsatz kletterte um 23 Prozent auf 572,6 Mill. Dollar. Auch dies lag über den Erwartungen.

„Wir sehen kontinuierlich starke Geschäfte auf dem Drahtlos-Markt“, sagte Firmenchef Brian Halla. Auch das Geschäft mit Flachbildschirmen laufe äußerst gut. Für das laufende Quartal sagte der Konzern indes einen Umsatzrückgang im Vergleich zum vierten Quartal zwischen 2 und 3 Prozent voraus. Dies resultiere aus dem üblicherweise schwächeren Sommer-Geschäft und dem Herunterfahren von Geschäftsbereichen mit weniger guten Ergebnissen, hieß es.

Die Bruttogewinn-Marge stieg den Angaben zufolge auf ein Rekordhoch von 61,4 Prozent nach 54,7 Prozent vor Jahresfrist. Angestrebt werden nach Angaben von Firmenchef Halla 65 Prozent. Der Zuwachs sei auf im Durchschnitt höhere Verkaufs-Preise und dem vermehrten Absatz höherwertiger Analog-Produkten zurückzuführen.

Gute Nachrichten von Texas Instruments

National Semiconductor konkurriert unter anderem mit den US-Firmen Analog Devices und Texas Instruments sowie der französischen ST Microelectronics. Texas Instruments hatte am Donnerstag auf Grund einer starken Nachfrage quer durch fast alle Geschäftsbereiche seine Gewinn- und Umsatzerwartungen für das zweite Quartal angehoben. Nun werde je Aktie ein Gewinn aus dem fortlaufenden Geschäft zwischen 46 und 48 Cent erwartet, teilte TI am Donnerstag mit. Bislang hatte der Konzern zwischen 38 und 43 Cent vorhergesagt.

Es gebe eine starke Nachfrage unter anderem in den Bereichen Flachbildschirm-Technologie, Chips für die Ausrüstung von Drahtlos-Netzwerken und analoge Chips für Drucker und Speicher-Anwendungen. „Die Stärke, die wir sehen, kommt aus einer ganzen Reihe von Bereichen“, sagte Ron Slaymaker, Chef der Abteilung Investor Relations bei TI, in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Positiv auf das Ergebnis werde sich unter anderem auch eine Steuer-Erstattung auswirken, hieß es.

Die Umsatz-Prognose für das Quartal hob TI auf 3,63 bis 3,78 Mrd. Dollar an. Bislang hatte der Konzern 3,46 bis 3,75 Mrd. genannt. In der aktuellen Prognose sei ein Sonderposten von 70 Mill. Dollar aus Einmaleinnahmen enthalten. Die Umsatz-Erwartung der Analysten hatte bislang im Schnitt 3,62 Mrd. Dollar betragen.

Aktien von TI und National Semiconductor zogen im nachbörslichen Handel um jeweils 3 Prozent zu.

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