Zum The Spark - der deutsche Digitalpreis Special von Handelsblatt Online

Deutscher Digitalpreis
Drei Minuten für eine Idee

Ihre bahnbrechenden Ideen haben längst die etablierte Industrie erreicht und erobert. Nun sind sie auch noch preisgekrönt. Das Handelsblatt und McKinsey haben den Deutschen Digitalpreis „The Spark“ verliehen.
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BerlinJunge Start-ups treffen auf alte Industrie – im fast schon historisch anmutenden Umspannwerk am Alexanderplatz in Berlin präsentierten sie ihre Innovationen. Ihre Vision: nichts weniger, als die etablierte Industrie umzukrempeln und fit für die Zukunft zu machen. Industrie 4.0 live, sozusagen. Ihr Ziel an diesem Abend: „The Spark“. Zehn Finalisten pitchen um den Deutschen Digitalpreis, den das Handelsblatt und die Beratungsgesellschaft McKinsey erstmals verleihen.

Das Umspannwerk gleicht an diesem Abend eher dem Schauplatz einer Award-Verleihung à la Oscar oder Golden Globe. Golden ist auch der lange Teppich über den Finalisten, Jurymitglieder und Gäste schreiten. Doch die Aufregung ist so groß, dass die späteren Sieger das kaum wahrnehmen. Sie sind hoch konzentriert, müssen sie doch in nur drei Minuten mit ihrer Idee überzeugen. Und die Ideen sind gut, sehr gut. Die Jury, der neben Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe und McKinsey-Deutschlandchef Cornelius Baur hochrangige Vertreter aus der Industrie angehören, hat es nicht leicht.

Der Abend zeigt einmal mehr: Die digitale Revolution ist nicht mehr aufzuhalten. Traditionelle Geschäftsmodelle stehen deshalb auf dem Prüfstand und auch führende Industrieunternehmen müssen neue Wege gehen, um den digitalen Umbruch nicht zu verschlafen. Industrie 4.0 ist längst mehr als nur ein Schlagwort. Kraftvolle neue Wettbewerber machen sich mit bahnbrechenden Technologien daran, die industrielle Fertigung auf eine neue Stufe zu heben. „Sich auf neue Wettbewerber einstellen, neue Märkte erschließen und neue Kundenwünsche verstehen – wenn einem Unternehmen dies heute gelingt, wird es auch morgen erfolgreich sein“, sagt Baur.

Immer mehr Menschen erkennen das. „Kaum ein Thema beschäftigt unsere Leser so sehr wie die Digitalisierung. Wer sich darauf einlässt, hat große Chancen – wer zu spät reagiert, riskiert die Zukunft der Firma“, sagt Afhüppe. Doch es liegt wohl in der Natur der Deutschen, die eigenen Erfolge eher klein zu reden. „Wir neigen beim Thema Digitalisierung zur Selbstverzwergung“, sagte der Handelsblatt-Chefredakteur. Zu Unrecht: Im Jahr 2015 sei mehr Geld in Berliner Start-ups geflossen als nach London. „Wir wollen mit ,The Spark‘ zeigen, was sich in der Gründerszene heute schon tut, wir wollen sie zum Glänzen bringen, ihre eine Bühne bieten.“

An diesem Abend steht die Bühne in historischer Kulisse. Durch den Abend führen Handelsblatt-Korrespondentin Britta Weddeling, eigens aus San Francisco angereist und Silicon-Valley-Expertin, und Daniel Cronin, nach eigenen Angaben „Serien-Gründer“ und Co-Founder von AustrianStartups. Margit Wennmachers, Partnerin bei Andreessen Horowitz, einer Venture-Capital-Größe, ist eigens aus den USA eingeflogen. Im Gespräch mit Afhüppe und Weddeling gibt sie spannende Einblicke in ihre Arbeit im Silicon Valley. Selbstverständlich: Wennmachers sieht sich die Gründer genau an, in deren Ideen sie investieren könnte. Aber: Wichtiger als gute Managementqualitäten sind ihr dabei die technologische Qualifikation der Innovativen. „Ich helfe ihnen dann, ein guter CEO zu werden“, so Wennmachers.

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