Zum The Spark - der deutsche Digitalpreis Special von Handelsblatt Online

Deutscher Digitalpreis „The Spark“
In drei Minuten in die Zukunft

  • 0

„Wer Probleme löst, ist langfristig erfolgreich“

„Wir haben in Deutschland mehr als 50.000 Taxifahrer. Wenn Uber das Taxifahren automatisiert, haben wir 50.000 Arbeitslose und einen Milliardär“, so Spitzer. Die Gesellschaft müsse darüber diskutieren, wie sich solche Probleme lösen ließen. Laut einer Studie von McKinsey könnte bis 2055 jeder zweite Job durch Automatisierung und KI wegfallen. „Auf einer Skala von eins bis zehn sind wir derzeit bei sieben, was die Ähnlichkeit zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz angeht“, so Nvidia-Europachef Zuiderveld.

Nach den Vorträgen und weiteren Auftritten des Schauspiel-Kollektivs „Muttis Kinder“ und der Berliner Sängerin Kiddo Kat, die durch ein virales YouTube-Video bekannt wurde, ist die Spannung auf dem Höhepunkt: Wer der zehn Bewerber wird die golden-schwarze „The Spark“-Trophäe mit nach Hause nehmen?

Bernhard Schölkopf, Jurymitglied und Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, stellt den Bronzesieger vor. „Ausgezeichnet wird ein Brückenbauer zwischen verschiedenen Welten“, so leitet Schölkopf die Auszeichnung für das drittplatzierte Team von Smacc ein. Das Unternehmen will die Buchhaltung kleiner und mittelständischer Unternehmen automatisieren und lässt dafür KI Belege lesen und sortieren und selbstständig Überweisungen vorbereiten – 80 Prozent der Buchungskosten sollen sich so einsparen lassen.

Der zweite Platz geht an Cargonexx. Das noch junge Start-up, das erst vor neun Monaten gegründet wurde, will die Speditionsbranche revolutionieren und „Lkw-Fahrten so einfach machen wie Taxifahren“. Dafür hat das Team um Gründer Rolf-Dieter Lafrenz eine App entwickelt, mit der Auftraggeber und Spediteure leichter zueinander finden. Ein Algorithmus berechnet den Transportunternehmer mit der idealen Route und dem idealen Preis. Handelsblatt-Chefredakteur Afhüppe fragt, wie Lafrenz auf die Idee kam. Die Antwort des Gründers: „Ich stand im Stau.“ Gelächter im Saal.

Doch am meisten überzeugt hat die Jury ein anderes Konzept, das „wirtschaftliche Kompetenz mit der Lösung einer gesellschaftlichen Frage vereint“, so McKinsey-Deutschlandchef Baur: die Pflanzenkrankheit-Analyse-App von Peat. Rund 15 bis 30 Prozent der weltweiten Ernte gehen jedes Jahr verloren. „Wenn Sie Probleme lösen können Sie langfristig erfolgreich sein“, begründet Baur die Jury-Entscheidung.

Sichtlich überrascht betritt Pierre Munzel, Mitgründer und CFO von Peat, die Bühne. Es dauert, bis er verstanden hat, dass sein Unternehmen gerade den Deutschen Digitalpreis gewinnt. Auf der Bühne erzählt er: „Die Idee kam uns während unseres Studiums in Brasilien. Und jetzt stehen wir hier.“ So ist das mit Innovation: Sie kann unglaublich schnell passieren – auch wenn man ihre Erfolge erst später bemerkt.

Seite 1:

In drei Minuten in die Zukunft

Seite 2:

„Wer Probleme löst, ist langfristig erfolgreich“

Kevin Knitterscheidt
Kevin Knitterscheidt
Handelsblatt / Volontär

Kommentare zu " Deutscher Digitalpreis „The Spark“: In drei Minuten in die Zukunft"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%