Tidal

Apple hat Interesse an Jay-Z's Streamingdienst

Apple will seinen Musik-Streamingdienst aufpeppen, um mit Spotify mithalten zu können. Dazu verhandelt der Konzern laut einem Zeitungsbericht über einen Kauf des Konkurrenten Tidal von Rapper Jay-Z.
Die Sängerin veröffentlichte ihr jüngstes Album „Lemonade" exklusiv bei Tidal. Quelle: AP
Beyoncé

Die Sängerin veröffentlichte ihr jüngstes Album „Lemonade" exklusiv bei Tidal.

(Foto: AP)

WashingtonApple ist laut einem Medienbericht an einer Übernahme des Streamingdienstes „Tidal“ des Rap-Musikers Jay Z interessiert. Der iPhone-Hersteller befinde sich derzeit in Gesprächen, den Dienst zu übernehmen, schreibt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Personen. Demnach wolle Apple die starken Verbindungen Tidals mit populären Musikgrößen wie Kanye West und Madonna nutzen, um den eigenen Musik-Service noch attraktiver zu machen.

Ein Tidal-Sprecher dementierte allerdings der Zeitung gegenüber, dass es Gespräche zwischen Apple und „Managern von Tidal“ gegeben habe. Dieses Dementi schließt allerdings nicht aus, dass Tidal-Eigentümer oder Personen aus dem Umfeld von Jay Z mit Apple gesprochen haben. Der Rapper hatte im März letzten Jahres die Plattform für 56 Millionen Dollar von der schwedischen Firma Aspiro übernommen.

Tidal hatte jüngst einen Schub bekommen, weil die Sängerin Beyoncé dort exklusiv ihr jüngstes Album „Lemonade“ veröffentlichte. Der Streamingdienst wird von ihrem Ehemann, Rapper und Geschäftsmann Jay-Z, kontrolliert und wirbt mit Exklusiv-Veröffentlichungen wie von Rihanna und Kanye West. Er hat aber längst nicht die Nutzerzahlen wie Marktführer Spotify.

Das sind die neuen Projekte von Apple
Siri kommt in mehr Apps
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Software-Entwickler können künftig Apples sprechende Assistentin zur Bedienung ihrer Anwendungen nutzen. Damit dürfte man sich künftig viel häufiger mit den Geräten unterhalten. Außerdem kommt Siri im Herbst auch auf Mac-Computer.

iMessage wird für Entwickler geöffnet
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Sie können künftig ihre Anwendungen direkt innerhalb des Kurzmitteilungsdienstes laufen lassen. Außerdem können Emojis und Sticker auch von anderen Anbietern kommen. Damit greift Apple unter anderem Facebooks Messenger an.

Apples Musik-App wird übersichtlicher
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Nach dem Start vor einem Jahr zusammen mit dem hauseigenen Streaming-Musikdienst hatten Nutzer ihre Bedienung zum Teil als kompliziert und unlogisch kritisiert. Nun kommt eigene Musik statt Vorschlägen stärker in den Vordergrund.

Die Apple-Uhr wird schneller
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Ein zentraler Kritikpunkt von Nutzern bei der vor gut einem Jahr gestarteten Apple Watch ist, dass die Apps langsam anspringen. Jetzt sollen sie sieben Mal schneller starten. Der längliche Knopf an der Seite soll statt Kontakten den Zugriff auf die meistbenutzten Apps eröffnen.

Apple-Pay kommt für Online-Einkäufe
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Bisher konnte man mit Apples Dienst nur an Ladenkassen bezahlen. Jetzt wird er auch für Einkäufe im Internet freigeschaltet. Die Zahlung wird dabei per Fingerabdruck auf dem iPhone bestätigt. Für Deutschland wurde der Service immer noch nicht angekündigt – aber für Frankreich und die Schweiz.

Mehr Funktionen für Apple-Karten
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Auch die Karten-Anwendung wird für andere Dienste geöffnet. Damit wird man sich zum Beispiel einen Tisch reservieren oder einen Wagen bestellen können, ohne die Karten-App zu verlassen. Zudem soll die Navigation besser werden.

Mehr Komfort für Telefonfunktion
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Voicemails können künftig automatisch in Text umgewandelt werden. Und Internet-Telefoniedienste werden besser ins iPhone integriert.

Der Dienst bietet insgesamt rund 40 Millionen Songs aller drei großen Musikkonzerne sowie Independent-Labels. Inzwischen konnte der Rapper auch 19 populäre Künstler an seinen Dienst binden. Tidal ist auch der einzige Dienst, der die Musik des im April gestorbenen Musikers Prince im Katalog hat. Ein monatliches Abo kostet 10 beziehungsweise 20 Dollar, je nach Audio-Qualität.

Im Herbst will Apple seine Musikplattform runderneuern. Aktuell ist Apple Music mit 15 Millionen zahlenden Abo-Kunden unter den Streaming-Angeboten die Nummer zwei hinter Spotify mit etwa 100 Millionen Nutzern, davon zahlt ein Drittel für ein Abo.

  • afp
  • dpa
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