Time Warner
Aus von Dustin-Hoffman-Serie trübt die Bilanz

Time Warner hat trotz eines höheren Umsatzes im ersten Quartal keinen höheren Gewinn erzielen können. Grund waren Abschreibungen auf eine eingestellte Serie mit Dustin Hoffman und eines Senders in Indien.
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New YorkDas Aus einer Fernsehserie mit Dustin Hoffman hat dem US-Medienriesen Time Warner die Quartalsbilanz verhagelt. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im ersten Vierteljahr zwar um mehr als vier Prozent auf fast sieben Milliarden Dollar, konnte daraus aber keinen höheren Gewinn schlagen.

Vielmehr sank der Nettoüberschuss um 100 Millionen Dollar auf 581 Millionen, wie der Betreiber von TV-Sendern wie CNN und HBO am Mittwoch mitteilte. Negativ zu Buche schlug unter anderem eine Abschreibung in Höhe von 35 Millionen Dollar auf die HBO-Fernsehserie „Luck“ mit Hoffman, die nach dem Tod dreier Pferde während der Dreharbeiten abgesetzt wurde.

Weitere 52 Millionen Dollar musste der Konzern im ersten Quartal auf einen Fernsehsender in Indien abschreiben, der geschlossen wurde. Dem Vergleich mit den jüngsten Zahlen des Konkurrenten CBS konnte Time Warner Analysten zufolge nicht standhalten: Das Quartal sei zwar ordentlich gelaufen, sagte Brett Harriss von Gabelli & Co.

CBS habe aber dank eines guten Werbegeschäfts und höherer Gebühreneinnahmen die Erwartungen übertroffen. Die Umsatzsteigerungen der meisten Time-Warner-Sparten lagen dagegen unter Harriss' Prognosen.

Die Fernsehsender mit CNN und HBO um legten drei Prozent zu. Werbeumsätze stiegen um sechs, Gebühreneinnahmen um fünf Prozent. Die Filmabteilung mit dem Hollywood-Studio Warner Brothers konnte den Umsatz um sieben Prozent erhöhen.

Hier spülte vor allem der Kino-Erfolg des neuen Sherlock-Holmes-Films Geld in die Kassen, wie der Walt-Disney-Rivale weiter mitteilte. Um drei Prozent abwärts ging es dagegen in der Print-Sparte, in der unter anderem das Magazine „Time“ und die Illustrierte „People“ verlegt werden. Der Bereich hat mit sinkenden Werbe- und Abo-Einnahmen zu kämpfen.

Das Unternehmen bekräftigte seinen Ausblick für 2012. Am New Yorker Aktienmarkt gaben die Time-Warner-Papiere um 0,6 Prozent nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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