Tochter des Mischkonzerns General Electric meldet hohen Quartalsgewinn
NBC Universal legt neues Angebot für Filmstudio Dreamworks vor

Der Medienkonzern NBC Universal hat erneut Gespräche über einen Kauf des Filmstudios Dreamworks aufgenommen. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" soll die Tochter des Mischkonzerns General Electric (GE) am Wochenende ein neues Angebot vorgelegt haben.

tor NEW YORK. Frühere Verhandlungen waren Ende September abgebrochen worden, weil sich beide Seiten nicht über den Preis einigen konnten. Dreamworks-Gründer Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen fordern eine Mrd. Dollar plus die Übernahme von Schulden für ihr Filmstudio.

Durch eine Übernahme von Dreamworks würde NBC Universal nicht nur das Filmstudio, sondern auch eine Bibliothek von 60 Filmen erhalten. Das Animationsstudio bleibt dagegen außen vor, da es im vergangenen Jahr als eigenständige Einheit an die Börse gebracht wurde.

Die GE-Tochter steigerte im dritten Quartal ihren operativen Gewinn um 13 Prozent auf 603 Mill. Dollar. NBC Universal erwirtschaftete damit wie alle anderen fünf Geschäftsbereiche von General Electric ein starkes Gewinnwachstum. Der Mischkonzern meldete für die Monate Juli bis September ein Ergebnis von 4,7 Mrd. Dollar. Das sind 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Mehr als die Hälfte des Gewinns erwirtschaftete GE mit Finanzdienstleistungen wie Verbraucherkredite, Flugzeugleasing, Immobilien und Versicherungen. Gute Geschäfte machte das Unternehmen auch mit dem Verkauf von Flugzeugtriebwerken und Plastikprodukten. Der Umsatz kletterte insgesamt um 9,4 Prozent auf knapp 42 Mrd. Dollar. Die Börse honorierte das gute Ergebnis nur mit einem leichten Kursgewinn, da GE die Zahlen vorab schon avisiert hatte.

"Wir haben gute Aussichten, unsere Ertragskraft auch 2006 und darüber hinaus zu halten", sagte GE-Chef Jeff Immelt. Er kündigte für das kommende Jahr einen Ergebniszuwachs zwischen zehn und 15 Prozent an. Immelt hat den Konzern in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet. Teile des Versicherungsgeschäfts wurden verkauft, andere Bereiche wie zum Beispiel die Medizintechnik ausgebaut. GE gibt pro Jahr bis zu fünf Mrd. Dollar für Zukäufe aus. Immelt trimmte das Konglomerat zugleich von zuvor elf auf nur noch sechs Geschäftseinheiten.

Die starke Abhängigkeit vom Finanzgeschäft findet an der Wall Street jedoch nicht nur Beifall. Stephen Tusa, Analyst von JP Morgan Chase, bezeichnete das Ergebnis als "ungünstigen Mix". Grund für diese Einschätzung ist, dass Finanzunternehmen an der Börse traditionell geringer bewertet werden als Industriefirmen.

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