Tochter DSF hat sich Übertragunsgrechte für Spiele gesichert
EM.TV holt den Uefa-Pokal

Das Deutsche Sportfernsehen (DSF), das zum Medienkonzern EM.TV gehört, wird die Spiele des Uefa-Cups live übertragen. Das Unternehmen hat ein umfangreiches Programmpaket erworben.

HB MÜNCHEN. Wie das DSF am Mittwoch mitteilte, gilt der Vertrag mit der Sportrechte- Vermarktungsagentur Sportfive für drei Jahre. Von der Saison 2005/2006 bis 2007/08 wird der Privatsender an jedem Spieltag bis einschließlich der Halbfinals mindestens zwei Uefa-Cup-Begegnungen live übertragen. Das Rechtepaket umfasst dabei vor allem Spiele mit deutscher Beteiligung.

DSF-Chef Rainer Hüther sprach von einem „Coup“ des Senders, der bei der Live-Übertragung praktisch die öffentlich-rechtlichen Anstalten ablöse. „Wir haben einen so umfangreichen Vertrag, dass wir definitiv der Partner für den Uefa-Pokal sind“, sagte er.

Durch den Vertrag versprecht sich DSF zusätzliche Umsätze. Hüther sagte, im ersten Jahr werde das Ergebnis von DSF dadurch zwar etwas belastet, da die Vermarktung erst richtig anlaufe. „Über den gesamten Zeitraum ist dieser Vertrag profitabel“, betonte er aber.

Welche Summe DSF für das Rechtepaket bezahlt, sagte er nicht. Die Rechte am Uefa-Pokal-Finale sind in der Vereinbarung nicht enthalten.

Für den Uefa-Cup qualifizieren sich mindestens drei deutsche Mannschaften. Die Champions League, an der die erfolgreichsten Fußballklubs in Europa teilnehmen, wird in Deutschland von Sat.1 übertragen.

DSF-Mutter EM.TV teilte mit, das Ziel des Unternehmens, das Jahr 2005 vor Steuern mit einem Gewinn abzuschließen, bleibe trotz der Anlaufkosten bei DSF für die Uefa-Cup-Rechte bestehen. An der Börse legte die im Kleinwertesegment SDax notierte EM.TV-Aktie zu Handelsbeginn um 1,7 Prozent auf 4,80 Euro zu.

EM.TV konzentriert sich nach seiner Umstrukturierung stark auf den Sportbereich, der fast neun Zehntel zum Gruppenumsatz beisteuert. EM.TV zählte einst zu den Stars am Neuen Markt, übernahm sich aber mit der Expansion unter anderem durch eine Beteiligung an der Rennsportserie Formel 1 und wäre beinahe in die Insolvenz gerutscht.

Erst am Dienstag hatte EM.TV seinen Quartalsbericht für die ersten drei Monate 2005 vorgelegt. Demnach war der Umsatz von Januar bis März trotz der Flaute am Werbemarkt um 7,1 Prozent auf 51 Millionen Euro gestiegen, der operative Gewinn (Ebitda) kletterte auf 7,8 Millionen Euro von 2,8 Millionen im Vorjahr.

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