Tochterfirma
Microsoft verhandelt über Razorfish-Verkauf

Microsoft will offenbar seine Online-Marketingagentur Razorfish verkaufen. Der US-Softwarekonzern ist laut einem Zeitungsbericht mit fünf der weltgrößten Werbekonzerne im Gespräch.

HB NEW YORK. Bereits kommende Woche könnten etwa mit dem britischen Branchenriesen WPP vertiefte Prüfungen der Bücher von Razorfish beginnen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf Insider.

Im Zuge der sechs Mrd. Dollar schweren Übernahme der amerikanischen Online-Werbefirma aQuantive hatte Microsoft 2007 auch Razorfish bekommen. Microsoft will sich laut Medien unter anderem auch wegen interner Überschneidungen mit anderen Konzerntöchtern von Razorfish trennen. Ein Verkauf gilt aber noch nicht als sicher.

Im Gespräch sei Microsoft auch mit den WPP-Rivalen Omnicom Group, Publicis, Interpublic Group und Dentsu, so die Zeitung. Das Geschäft könnte dem Bericht zufolge auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Microsoft und dem Käufer einschließen. Für die Agenturen berge dies aber das Risiko einer zu großen Nähe zu dem Software-Riese, die manche Werbekunden irritieren könnte.

Razorfish mit Kunden wie Mercedes-Benz USA oder Mattel erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 400 Mio. Dollar Umsatz. Den wegen der aktuellen Werbekrise stark schwankenden Schätzungen zufolge könnte die Agentur mit mehr als 2 000 Mitarbeitern zwischen 400 und gut 700 Mio. Dollar wert sein.

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