Traditionelle Unternehmensaufstellung im Umbruch
Chiphersteller ziehen sich aus der Produktion zurück

Die immensen Kosten für den Aufbau einer eigenen Produktion machen den Halbleiterherstellern stark zu schaffen.

HB MÜNCHEN. Immer mehr Anbieter gehen deshalb dazu über, mit Wettbewerbern zusammen zu arbeiten und ihre Chips von Auftragsfertigern produzieren zu lassen. Infineon beispielsweise will seine neueste Generation Handy-Chips von Chartered Semiconductor aus Singapur beziehen.

„Die traditionelle Aufstellung eines Halbleiter-Unternehmens, das von der Entwicklung über die Fertigung und den Vertrieb die gesamte Wertschöpfung abdeckt, ändert sich gerade“, sagt Infineon-Chef Wolfgang Ziebart. Das heißt: Um die Milliarden für eine neue Fabrik zu sparen, konzentriert sich Infineon für die neue Generation von Handy-Chips auf die Entwicklung und den Vertrieb. Für die Produktion verbinden sich die Münchener nun mit dem Auftragsfertiger Chartered. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, für andere Anbieter Halbleiter herzustellen.

Allerdings verabschiedet sich Infineon nicht ganz aus der Fertigung. Die Technik für die Herstellung entwickelt die frühere Siemens-Tochter gemeinsam mit den Wettbewerbern IBM und Samsung sowie Chartered. Durch die Zusammenarbeit spart Infineon auf absehbare Zeit ein neues Werk und setzt damit die Politik fort, immer weniger Geld für eigene Fabriken auszugeben.

Die Münchener liegen dabei im Trend der Branche, denn Experten sind überzeugt, dass die Zeiten vorbei sind, in denen ein Hersteller alles selber produzierte. Längst hat sich der Markt aufgeteilt: Da gibt es Gerätehersteller, Chipdesigner, Chip-Tester und „Foundries“, die nichts anderes machen, als für andere Anbieter zu produzieren.

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