Traditionsunternehmen rutscht tiefer in die Krise
Loewe-Umsatz bricht ein

Der fränkische Fernsehgerätehersteller Loewe ist im dritten Quartal angesichts eines drastischen Umsatzrückgangs noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

HB MÜNCHEN. Das Traditionsunternehmen sieht derzeit kein Ende seiner Krise. Auch im Gesamtjahr 2003 werde Loewe rote Zahlen schreiben, teilte Loewe am Mittwoch am Stammsitz Kronach mit. Im vierten Quartal sei ebenso nicht mit einem Gewinn zu rechnen. Der Umsatz werde zudem deutlich unter dem Vorjahreswert liegen. Loewe werde seine Kosten daher nochmals senken, teilte der Konzern mit. Die Zahl der Mitarbeiter solle nochmals um 130 verringert werden.

Im dritten Quartal sei ein Verlust vor Zinsen und Steuern von 10,5 Mill. € angefallen, nach einem Gewinn von 2,3 Mill. € vor einem Jahr. Der Umsatz sei gleich um gut ein Viertel auf 62,1 Mill. € eingebrochen. Die Internationale Funkausstellung (IFA) im Spätsommer habe nicht den erhofften Nachfrageschub gebracht.

Loewe steckt seit längerem in der Krise, weil die Nachfrage nach klassischen Bildröhrengeräten zusammengebrochen ist. Und die neue Technik der Flachbildschirme produziert Loewe nach eigenen Angaben noch nicht in erforderlichem Umfang für auskömmliche Geschäfte. Das Unternehmen hat daher bereits Kurzarbeit am Stammsitz Kronach angeordnet.

Der in die Krise geratene Fernsehgerät-Hersteller schließt auch für das kommende Jahr einen Verlust nicht aus. „Das ist korrekt“, sagte Finanzvorstand Burckhard Bamberger am Mittwoch in einer Analysten-Konferenz auf die Frage, ob er einen Verlust nicht ausschließen könne. Der Konzern sei offen für einen Einstieg von einem Partner, es gebe aber derzeit keine Verhandlungen, fügte er hinzu. Mehrere Interessenten hätten sich aber bei Loewe gemeldet.

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