Trauerfeier in München
Altkanzler Kohl nimmt tränenreich Abschied von Leo Kirch

„Dieser Mann hat unendlich viel Gutes getan.“ Mit diesen Worten nimmt Helmut Kohl in seiner Trauerrede Abschied von Leo Kirch. Auch für die zahlreichen prominenten Trauergästen ist es ein bewegender Moment.
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MünchenDie Medienbranche nimmt Abschied von Leo Kirch. In der Münchener St.-Michael-Kirche im Herzen von München, nur wenige hundert Meter vom Stadtbüro des verstorbenen Medienunternehmers, versammelten sich mehrere hundert Trauergäste. Kurz vor Beginn kam auch Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl. Mit ernster Miene wurde er im Rollstuhl in die Kirche geschoben. Er war eng befreundet mit Kirch. Kohl kam in Begleitung von Bild-Chef Diekmann. Dieser war vor einigen Jahren gemeinsam mit Kirch Trauzeuge bei Kohls zweiter Hochzeit.

Unter den Gästen waren unter anderem Hubert Burda, Helmut Markwort, Fred Kogel, Georg Kofler, Harald Schmidt, Fritz Egner, Theo Waigel, Erwin Huber, Horst Seehofer und Michael Glos. Im Anschluss an das Requiem war eine Trauerfeier in der Münchener Residenz geplant. Dort ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Die Trauergäste bekundeten Ruth Kirch und ihrem Sohn Thomas ihr Beileid.

Leo Kirch habe gebeten, wie ein einfacher katholischer Christ beerdigt zu werden, sagte der Jesuit Hermann Breulmann, der den Gottesdienst leitete. Geprägt war die Abschiedszeremonie in der prunkvollen Kirche von Musik. Kirch war ein großer Freund klassischer Musik.

Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl hielt die Trauerrede. "Dieser Mann hat unendlich viel Gutes getan, in Wort und in Tat", sagte er mit tränenerstickter Stimme. Als Mann der modernen Technik sei Kirch seiner Zeit voraus gewesen. Vor allem sei Er ihm aber ein guter Freund gewesen.

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  • Leo Kirch hat noch einen Bruder namens Adalbert, nicht Robert.

  • „Dieser Mann hat unendlich viel Gutes getan.“

    War wohl einer seiner Mafiosi-Spender denen er seinerzeit sein Ehrenwort gabe. Der Ehrenmann Kohl.

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