Trotz guter Prognosen
Für den Intel-Chef ist es noch zu früh zum Jubeln

Der Chef des weltgrößten Chip-Herstellers sieht noch keine Anzeichen für einen nachhaltigen Branchenaufschwung. Die Prognosen für das Unternehmen sind aber weiterhin gut.

Reuters TAIPEH. Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel sieht trotz der jüngsten Anhebung der eigenen Umsatzprognose noch keine Anzeichen für einen Aufschwung der krisengeschüttelten Technologiebranche.

„Es ist noch zu früh zu sagen, dass wir insgesamt die Talsohle vollends durchschritten haben“, sagte Intel-Chef Craig Barrett am Montag in Taiwans Hauptstadt Taipeh. Das Unternehmen hatte am Freitag seine Umsatzerwartungen für das laufende Quartal auf 7,3 bis 7,8 Milliarden Dollar nach oben geschraubt und zur Begründung auf steigende Nachfrage der Computer-Hersteller verwiesen. Intel-Aktien waren daraufhin auf ein 14-Monats-Hoch geklettert und hatten auch andere Technologiewerte beflügelt.

Intel-Finanzchef Andy Bryant hatte nach der Prognoseanhebung Ende vergangener Woche bereits vor verfrühtem Optimismus gewarnt und auf die weiter schleppende Nachfrage in der Kommunikationssparte verwiesen. Anleger und Analysten warten gegenwärtig gespannt auf Anzeichen für eine Erholung der Branche, die seit mehr als zwei Jahren in einer Krise steckt. Die Technologie-Nachfrage der Unternehmen war im Zuge der drastischen Abkühlung der Weltwirtschaft eingebrochen.

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