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Trotz Internetboom: Elektronik-Händler bauen Ladennetze aus

Ob Computer, Kameras oder Radios – Verbraucher kaufen zunehmend im Internet. Trotzdem bauen große Elektronikhändler ihre Ladennetze aus. Sie wollen mit Service und Beratung punkten.

Media-Saturn will im Internet Musik verkaufen. Quelle: dpa
Media-Saturn will im Internet Musik verkaufen. Quelle: dpa

DüsseldorfGleich mehrere große Elektronikhändler bauen trotz des Internetbooms ihre Ladennetze aus. ElectronicPartner (EP) will seine Fachmarktkette Medimax in diesem Jahr mit 20 zusätzlichen Filialen ausbauen. EP gab am Mittwoch die Übernahme von zehn Filialen des zum Verkauf stehenden Konkurrenten ProMarkt bekannt. Die rund 240 Mitarbeiter dieser Standorte würden übernommen und die Märkte auf die Marke Medimax umgeflaggt. Die EP-Tochter will in diesem Jahr außerdem zehn eigene neue Standorte eröffnen und damit ihr Vertriebsnetz auf mehr als 125 Filialen erweitern. Die Düsseldorfer Verbundgruppe setzt auf gute Geschäftslagen und will mit Service und Beratung punkten.

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Auch andere große Elektronikhändler stellen diese Themen groß heraus. Erst vor zwei Wochen hatte sich bereits Expert bei ProMarkt bedient und die Übernahme von 16 Filialen bekanntgegeben. In dem seit April laufenden Geschäftsjahr 2013/14 sollte bereits ohne den Zukauf die Fachmärktezahl der Expert-Verbundgruppe um mindestens 19 steigen.

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Bei ProMarkt können noch weitere Konkurrenten zum Zuge kommen: „Unser Ziel ist es, schnell konstruktive Lösungen für die jetzt noch verbliebenen Märkte zu finden“, erklärte der Vorstand des ProMarkt- Mutterkonzerns Rewe, Frank Wiemer. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es zu weiteren Vertragsabschlüssen kommen wird. Rewe hatte Mitte Mai zum Rückzug aus dem Markt für Unterhaltungselektronik geblasen.

Auch Marktführer Media-Saturn will sein Filialnetz gezielt in Deutschland ausbauen. „Wir haben immer noch weiße Flecken auf der Landkarte, es gibt immer noch Städte, in denen wir gar nicht vertreten sind“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Kirsch vor kurzem in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“. In den kommenden zwei oder drei Jahren dürften jährlich zehn neue Märkte hinzukommen. Es gebe keine Überlegungen, Märkte zu schließen. In der Branche werde immer noch 80 Prozent des Geschäftes stationär gemacht. Media Markt und Saturn verknüpfen ihre Online-Angebote mit dem großen Ladennetz.

Bei den zehn ProMarkt-Filialen, die EP übernimmt, handelt es sich um die Läden in Bad Nauheim, Bochum, Cottbus Karl-Liebknecht-Straße), Dortmund, Eberswalde, Gera, Gotha, Groß-Gerau, Pfungstadt und Rostock. Anfang 2013 umfasste das ProMarkt-Netz noch 54 Filialen.

 

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