Trotz Markteintritt in den USA ist der Umsatz und Gewinn im Jahr 2003 kräftig gestiegen
United Internet expandiert im Ausland

Der Internetdienstleister United Internet wird nach einem starkem Umsatz und Ergebnisanstieg im Geschäftsjahr 2003 die Expansion in weitere Auslandsmärkte fortsetzen. Nach Großbritannien sowie dem Marktstart in den USA im September des vergangenen Jahres hat das Unternehmen nun den Markteintritt in Frankreich und Österreich angekündigt. In Polen ist United Internet seit vergangenem Jahr im Outsourcing-Geschäft aktiv.

tnt FRANKFURT. „Wir bauen vor allen Dingen unser Kerngeschäftsfeld rund um den Betrieb von Internetauftritten international aus“, sagte United-Internet-Chef Ralph Dommermuth bei der Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2003. Die in Deutschland derzeit sehr erfolgreiche Vermarktung von DSL-Internetzugängen spiele dagegen im Ausland nur eine untergeordnete Rolle.

Mit den Marken 1&1 sowie Schlund+Partner bietet das Unternehmen neben Speicherplatz in seinen Rechenzentren, Dienstleistungen wie E-Mail, Shop-Systeme und Softwarelizenzen rund um den Betrieb von Internetauftritten an. Mit 3,8 Mill. betreuten Internet-Domains sind die Deutschen in dem stark zersplitterten Markt weltweit der größte Anbieter. Diese Marktmacht will Dommermuth zur internationalen Expansion nutzen. In Großbritannien ist United nach drei Jahren laut eigener Aussage der drittgrößte Anbieter und profitabel.

Seit September vergangen Jahres beharkt United Internet den US-Markt und strebt eine Position unter den Top 5 Anbietern an. Mit dem bisherigen Ergebnis ist Dommermuth zufrieden. „Wir gewinnen in den USA monatlich rund 10 000 neue Kunden und wollen diese Zahl bis Ende des Jahres auf 20 000 verdoppeln“, lautet die Vorgabe. Um das zu erreichen schaltet Dommermuth im Namen der in Karlsruhe angesiedelten Tochter 1&1 Internet in jedem US-Computermagazin Anzeigenstrecken mit einem Umfang zwischen drei und sechzehn Seiten. Die USA haben für das Wachstum zentrale Bedeutung. „Ende des Jahres wollen wir monatlich 60 000 Neukunden gewinnen, von denen die Hälfte aus dem Ausland kommen soll.“

Vom Marketing abgesehen sind die Aufwendungen für den Markteintritt in den USA vernachlässigbar. „Wir haben dort rund 25 Mitarbeiter und gemietete Kapazitäten in einem Rechenzentrum, wo wir unsere Server aufstellen“, sagt Dommermuth. Verwaltung, Betreuung und Service der US-Kunden erfolgt per Datenleitung aus Deutschland. Nicht auf der Liste steht die Schweiz. „Die Dreisprachigkeit bedeutet hohen Aufwand für einen begrenzten Markt“, sagt Dommermuth. Zudem müsste er dann seine Angebote zusätzlich in Schweizer Franken ausweisen.

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