Trotz neuer Produkte sieht sich der Marktführer einem immer stärkeren Wettbewerb ausgesetzt
HP macht im Speichergeschäft Druck

Hewlett- Packard gibt Gas: Nachdem der IT-Riese im Geschäft mit Speichersystemen zuletzt mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen hatte, will der Konzern mit neuen Produkten verlorenes Terrain zurückgewinnen.

FRANKFURT/M. „Mit unseren neuen Produkte werden wir unsere Position als Marktführer untermauern“, sagte Bob Schultz, der für das Speichergeschäft verantwortliche HP-Manager, in dieser Woche auf der Fachmesse „Storage Networking World Europe“ in Frankfurt.

Die Geschäfte soll unter anderem das neue Hochleistungs-Speichersystem mit dem Namen „StorageWorks XP12000“ beleben. Hinter der Anlage steckt im wesentlichen Hitachi-Technologie, die HP in gemeinsamen Design-Zentren mit Hitachi weiterentwickelt und mit eigener Management-Software ausstattet.

Das Ziel des neuen Flaggschiffs ist klar: Dem Wettbewerb soll Geschäft abgejagt werden. So soll es eine neue Technologie ermöglichen, auch bestehende Speichersysteme fremder Hersteller in die HP-Anlage zu integrieren. „Firmen können damit fünf bis sechs Speichersysteme der Wettbewerber wie etwa EMC auf unserem System zusammenfassen“, sagte David Lawrence, Produkt-Manager von HP. Er kündigte für die nächsten Monate zugleich zahlreiche neue Features für die Speicher-Anlagen an.

HP hatte im letzten Quartal mit seinen Zahlen enttäuscht. Vor allem das Firmenkundengeschäft mit Servern (Netzwerkrechnern) und Speichersystemen belastete die Bilanz. Wegen schleppender Nachfrage sowie massiven Rabatten hatte HP in dieser Sparte im dritten Quartal 400 Mill. Dollar Umsatz und 275 Mill. Dollar Ertrag eingebüßt. Daraufhin hatte HP-Chefin Carly Fiorina drei Top-Managern den Stuhl vor die Tür gesetzt.

Der Einbruch bei HP kommt zu einer Zeit, in der der Absatz von Speicher-Systemen floriert. Die rasant steigenden Datenmengen in Firmen sowie die wachsenden Anforderungen der Behörden, die Informationen digital zu speichern, führen dazu, dass die Firmen ihre Anlagen aufrüsten müssen. Nach Angaben der Marktforscher von IDC legte der Speichermarkt im zweiten Quartal um rund 5 Prozent zu. „Das Problem ist, das es nicht nur um die strukturierten Informationen etwa aus einer Firmendatenbank geht, sondern auch um unstrukturierte Daten wie etwa E-Mails“, macht Norbert Deuschle, Berater und Analyst der Meta Group, deutlich.

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