Trotz reduzierter Verluste Blackberry-Umsatz sinkt weiter

Die Verluste des Smartphone-Herstellers Blackberry konnten zuletzt minimiert werden. Dennoch sinkt der Umsatz der Kanadier weiter. Nun setzt der Konzern auf Unternehmenskunden und baut sein Softwaregeschäft aus.
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Das kanadische Unternehmen Blackberry galt als Smartphone-Pionier. Mittlerweile setzt der Konzern verstärkt auf die Softwaresparte. Quelle: Reuters
Blackberry

Das kanadische Unternehmen Blackberry galt als Smartphone-Pionier. Mittlerweile setzt der Konzern verstärkt auf die Softwaresparte.

(Foto: Reuters)

WaterlooDer schwächelnde Smartphone-Pionier Blackberry hat im vergangenen Quartal seine Verluste deutlich eindämmen können. Das kanadische Unternehmen verbuchte rote Zahlen von 47 Millionen US-Dollar nach einem Minus von 238 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis fiel besser als von Analysten erwartet aus. Der Umsatz schrumpfte unterdessen in dem Ende Februar abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 38 Prozent auf 286 Millionen Dollar, wie Blackberry am Freitag mitteilte.

Blackberry hatte die Anfangszeit des Smartphone-Geschäfts stark mitgeprägt, war jedoch mit dem Vormarsch der Touchscreen-Telefone weit zurückgefallen. Nachdem die Verkäufe der Blackberry-Smartphones einbrachen, stellte Firmenchef John Chen das Geschäft auf Software um und setzt auf Unternehmenskunden.

Ein Klick zurück in Nostalgie
Typische Blackberry-Geste
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Es gab Zeiten, in denen hatten Berater, Banker und Berufspolitiker einen „Blackberry-Daumen“, weil sie immer auf den Tastaturen herumtippten. Bis heute halten einige Fans dem Hersteller die Treue. Der Abschied des Unternehmens aus dem Hardwaregeschäft dürfte sie wehmütig werden lassen.

Blackberry Pearl
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Das Pearl war das erste Blackberry-Gerät, dass auch bei Durchschnittsnutzern Erfolg hatte – dank Kamera, Media Player und Messaging-Funktionen. Der Hersteller verkaufte zwischen 2007 und 2010 verschiedene Modelle.

Vorstellung des Blackberry Curve
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Massenmarkttauglich war auch das Blackberry Curve, das hier die indische Schauspielerin Katrina Kaif vorstellt. Mit der breiten Tastatur und dem Trackball zur Steuerung setzte es einen Standard. Ab 2007 brachte der Hersteller mehrere Generationen des Gerätes heraus.

Hillary Clinton mit Blackberry
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Auch in der Politik war Blackberry lange der Goldstandard – nicht zuletzt wegen der Sicherheit. Auf diesem Bild aus dem Jahr 2011 checkt die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton ihre E-Mails.

US-Präsident Obama mit Blackberry
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Und US-Präsident Barack Obama verließ früher ohne sein Blackberry nie das Weiße Haus. Im Sommer berichtete er allerdings in einem Interview, dass er jetzt ein anderes Gerät nutzen dürfe – welches, sagte er nicht.

Blackberry-Werbung auf der Cebit
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2006 – Apple entwickelte gerade heimlich das iPhone – war Blackberry auf der Technikmesse Cebit eine große Nummer, die damals selbst noch eine große Nummer war.

Blackberry-Mitgründer Mike Lazaridis
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Mit diesen Geräten hatte Blackberry lange Erfolg – auch noch, als 2007 das iPhone auf den Markt kam. Das wiegte das Management um Gründer Mike Lazaridis offenbar in einer trügerischen Sicherheit: 2012 begannen die Verkaufszahlen zu sinken, bald dramatisch.

Die Blackberry-Telefone werden inzwischen auch nicht mehr von der Firma selbst, sondern vom Hardware-Spezialisten TCL entworfen, der unter anderem auch Geräte der Marke Alcatel produziert. Statt des hauseigenen Betriebssystems kommt dabei Android von Google zum Einsatz. In Zukunft könne es auch wieder Tablets unter dem Blackberry-Markennamen geben, sagte Chen in einer Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen.

Neben Software zur sicheren Kommunikation für Unternehmen will Chen bei der Vernetzung von Technik im Internet der Dinge und im Autogeschäft als Lieferant von Komponenten für selbstfahrende Autos wie Radar-Sensoren punkten. Als bedeutenden Partner gewann Blackberry dabei Ford, weitere Kunden dieser Größenordnung seien „wahrscheinlich“, sagte er. Im vergangenen Jahr habe Blackberry - nach einem starken Stellenabbau zuvor - rund 1000 neue Mitarbeiter für die Zukunftsbereiche eingestellt, betonte Chen.

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  • dpa
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