Trotz Schuldenberg
Telefonica prüft Auszahlung von Telecom-Italia-Partnern

Telefonica sitzt auf einem Schuldenberg von knapp 50 Milliarden Euro. Dieser soll eigentlich abgebaut werden. Dennoch prüft die spanische O2-Mutter nun eine Auszahlung ihrer Partner bei Telecom Italia.
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MadridDie spanische o2-Mutter Telefonica prüft offenbar eine Auszahlung ihrer Partner bei Telecom Italia. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass der Schuldenberg des Konzerns weiter steige, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Mittwoch. Telefonica wolle allerdings bei einem Treffen des Verwaltungsrats von Telecom Italia am 19. September, bei dem über die weitere Strategie und Änderungen bei den Eignern beraten werden soll, nicht mit leeren Händen dastehen. Die Holdinggesellschaft Telco hält 22,4 Prozent an Telecom Italia. Sie wird von Telefonica, den italienischen Geldhäusern Mediobanca, Intesa Sanpaolo und dem Versicherer Generali kontrolliert. Die drei Telefonica-Partner wollen Kreisen zufolge aber ihre Anteile verkaufen, sobald die Haltefrist am 28. September ausläuft.

Das bringt Telefonica unter Zugzwang. Der hoch verschuldete Konzern kann ebenfalls aussteigen, das aber nur mit Verlust. "Die Herausforderung besteht darin, den Telco-Aktionären Liquidität zu bieten, ohne die Schulden zu erhöhen", sagte der Insider. Wollen die Spanier ihren Einfluss bei Telecom Italia behalten, brauchen sie Geld, das sie nicht haben. Zudem sitzt der Konzern auf einem Schuldenberg von knapp 50 Milliarden Euro, den er abbauen will. Daneben strebt Telefonica in Deutschland nach mehr Einfluss und will für 8,6 Milliarden Euro die deutsche KPN-Tochter E-Plus kaufen und mit der Tochter o2 zum Marktführer fusionieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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