Trotz Werbeboom
ORF will weiter Stellen abbauen

Der öffentlich-rechtliche ORF profitiert massiv von Werbebuchungen. Nach eigenen Angaben sind die Programmplätze bis zum Jahresende ausgebucht. Trotz der guten Werbekonjunktur geht der Stellenabbau weiter.
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WienDer ORF profitiert von der guten Werbekonjuktur in Österreich. „Wir sind bis Ende des Jahres ausgebucht. Auch unseren großen Wettbewerbern, RTL und Pro Sieben Sat 1, geht es mit ihren österreichischen Werbefenstern nicht anders“, sagte ORF-Chef Alexander Wrabetz dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). In diesem Jahr prognostiziert die Rundfunkanstalt Werbeeinnahmen von 260 Millionen Euro.

Die österreichische Werbekonjunktur ist so robust, dass der ORF sogar eine deutliche Erhöhung der Preise am Markt durchsetzen kann. Er hat die Werbepreise nach eigenen Angaben um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Für die Top-Sendungen verlangt die öffentlich-rechtliche Anstalt Rekordsummen von bis zu 400 Euro pro Sekunde des Werbespots. Das ORF-Budget von knapp einer Milliarde Euro kommt zu rund einem Fünftel aus Werbung.

Trotz des Werbebooms will der ORF den Stellenabbau fortsetzen. „Bis 2016 werden wir zusätzlich zu den bisherigen 700 weitere 200 Arbeitsplätze streichen“, kündigt Wrabetz an. Derzeit beschäftigt der ORF noch 3200 Mitarbeiter, das sind 700 Stellen weniger als noch vor drei Jahren.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa

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  • Na denn,ich wünschte mir das auch für den ÖR in Deutschland... man wird ja noch mal träumen dürfen!

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