Tschira-Stiftung will Mittel für Großprojekte
SAP-Mitgründer hat 600 Millionen Euro-Aktienpaket verkauft

Die Stiftung von SAP-Mitbegründer Klaus Tschira hat sich von fünf Millionen Aktien des Walldorfer Softwareherstellers im Wert von rund 600 Millionen Euro getrennt. Tschira begründete dies damit, dass die Stiftung die Liquidität für zwei Großprojekte benötige. Die Stiftung fördert die Forschung in der Informatik, den Naturwissenschaften und der Mathematik.

HB FRANKFURT. Das verkaufte Aktienpaket entspricht 1,6 Prozent der SAP-Anteile. Die Anteile wurden zwischen Januar und dem 8. März verkauft. Tschira sitzt seit 1998 im Aufsichtsrat von SAP.Tschira hält damit persönlich, über seine Stiftung und eine Beteiligungsgesellschaft noch 10,3 Prozent an SAP, wie aus einer Mitteilung von SAP an die US-Wertpapieraufsicht SEC hervorgeht.

Die Analysten von Merck Finck & Co werteten die Transaktion ein weiteres Signal dafür, dass sich die Gründer von SAP langsam aus dem Unternehmen zurückziehen. Das Analystenhaus verweist darauf, dass das Geschäft auf die Ankündigung des Mitbegründers Dietmar Hopp folgt, den Aufsichtsrat im Mai zu verlassen. Hasso Plattner hatte im Dezember 2004 SAP-Aktien im Wert von 100 Mio EUR verkauft. Der Verkauf dürfte einem anderen Analysten zufolge teilweise für die jüngste unterdurchschnittliche Entwicklung der Aktie verantwortlich sein.

Die Beteiligung der Gründer galt bisher als Schutz von SAP gegen feindliche Übernahmen. Im vergangenen Jahr hatte SAP - letztlich gescheiterte - Gespräche mit Microsoft eingeräumt. Der US-Softwareriese hatte SAP kaufen wollen.

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