TV-Bezahlsender
Pikante Hauptversammlung bei Premiere

Die Aktionäre des Bezahlsenders Premiere treffen sich heute in München zu einer außerordentlichen Hauptversammlung. Das Unternehmen will sich bei dem Treffen eine zweite Kapitalerhöhung absegnen lassen, die noch im Laufe des ersten Halbjahres nochmals 412 Millionen Euro in die Kassen spülen soll.

HV MÜNCHEN. Um seinen Finanzbedarf zu decken, hatte Premiere bereits im Januar eine Kapitalerhöhung in Höhe von 38,4 Mio. Euro über die Bühne gebracht. Ein Hauptabnehmer für die neuen Aktien dürfte Großaktionär Rupert Murdoch sein, der über seine News Corp zuletzt 29 Prozent der Premiere-Aktien kontrollierte.

Sollte Murdoch einen Großteil der neuen Aktien übernehmen, würde er zum Mehrheitseigentümer bei Premiere aufsteigen. Das übliche Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre wäre damit aber trotzdem nicht fällig. Von dieser Auflage hat die Finanzaufsicht BaFin Murdoch Ende Januar befreit.

Im Dezember war der Abo-Sender haarscharf an der Pleite vorbeigeschrammt und hatte sich einen Tag vor Weihnachten mit Banken und Murdoch auf die neue Finanzierung geeinigt. Vorstandschef Mark Williams arbeitet derzeit fieberhaft an einem neuen Auftritt und an einem neuen Preismodell. Spekulationen, wonach auch eine Umbenennung des Senders in "Sky Premiere" zur Diskussion steht, hatte er zuletzt aber nicht kommentieren wollen.

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