TV-Bezahlsender Sky beruhigt die Aktionäre

Diese Aussagen sind Balsam für die leidgeprüften Sky-Aktionäre: Der chronisch defizitäre Bezahlfernsehsender will auf weitere millionenschweren Überweisungen von Großaktionär Rupert Murdoch verzichten. Die Aktie reagiert deutlich positiv.
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Sky beschäftigt nicht zuletzt Franz Beckenbauer als Experte. Quelle: SID

Sky beschäftigt nicht zuletzt Franz Beckenbauer als Experte.

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HB WERDEN IN. Sky-Chef Brian Sullivan will schwarze Zahlen auch ohne neue Geldspritzen erreichen. "Falls unsere grundlegende und strategische Planung stimmt, werden wir nichts mehr brauchen", sagte Sullivan am Montag vor Journalisten. Der Amerikaner räumte aber ein, dass die Sanierung des Münchner Unternehmens noch zwei bis drei Jahren dauern könnte, bevor die Geschäfte "nachhaltig" liefen.

Erste Erfolge des neuen Kurses sollten aber bereits früher erkennbar sein. "Ich erwarte 2011 definitiv eine Verbesserung gegenüber 2010, spätestens in der zweiten Jahreshälfte", sagte er zu Reuters. Für 2012 rechne er dann mit einer "deutlichen Beschleunigung". Sky-Aktien stiegen um 3,7 Prozent auf 97 Cent und waren damit die größten Kursgewinner im Nebenwertesegment MDax.

Sky-Großaktionär Rupert Murdoch will der Münchener Firma weitere 340 Mio. Euro zuschießen. Es wäre die vierte Geldspritze seit dem Einstieg des Medien-Tycoons 2008. Nach der Kapitalspritze dürfte Murdoch mit seinem Konzern News Corp knapp die Hälfte der Senders besitzen.

Sullivan hat vor fünf Monaten den glücklosen Mark Williams an der Sky-Spitze abgelöst und bemüht sich seither, neue Abonnenten zu locken - etwa mit Sendern in HD-Qualität oder Sky-Programmen für den neuen Flach-Computer iPad von Apple. Durchschlagenden Erfolg hatte er damit bisher allerdings nicht: die Kundenzahlen stagnieren bei weniger als 2,5 Millionen. "Die Größe der Herausforderungen hier war größer als ich gedacht habe", sagte er nun.

Sky benötigt nach eigenen Berechnungen mindestens 2,8 Mio. Kunden, um schwarze Zahlen zu schreiben. Bisher hat der Anfang der 90er Jahre gegründete Sender lediglich einmal einen Jahresgewinn geschrieben: 2005, im Jahr des Börsengangs.

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