TV-Hersteller
Loewe fängt sich vor Fußball-EM

Deutschlands größter Fernseherhersteller Loewe hat kurz vor Beginn der Fußball-EM seinen Umsatzschwund gestoppt. Der Verlust sei eingedämmt worden. Hoffnungen setzt das Unternehmen auf die anstehenden Sportspektakel.
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München Der harte Preiskampf bei Fernsehgeräten macht Loewe zu schaffen. Der Fernsehhersteller schrieb auch zum Start ins Jahr 2012 rote Zahlen. Allerdings hofft das traditionsreiche Unternehmen aus dem bayerischen Kronach auf eine Trendwende in diesem Jahr. Im ersten Quartal reduzierte Loewe den Verlust unter dem Strich dank besserer Geschäfte auf dem Heimatmarkt deutlich auf rund eine Million Euro - nach einem Minus von 2,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Im Ausland ging es allerdings weiter bergab, hier schrumpfte das Geschäft um 16 Prozent, wie Loewe am Donnerstag mitteilte.

„Unser Unternehmen ist in einem schwierigen Marktumfeld gut ins Geschäftsjahr 2012 gestartet“, sagte Vorstandschef Oliver Seidl. Allerdings machen die Folgen der Schuldenkrise in Europa Loewe zu schaffen. Der Markt für LCD-TV-Geräte schrumpfte im ersten Quartal deutlich um 18 Prozent zusammen. In Deutschland legten die Verkäufe allerdings um 6 Prozent zu, was auch an der Abschaltung des analogen Satelliten-Empfangs lag. Etliche TV-Zuschauer nutzten die Gelegenheit, in neue Fernsehgeräte zu investieren. Auch deswegen konnten Loewe den Umsatz in den ersten drei Monaten um 8 Prozent auf 66,6 Millionen Euro steigern, im Fernsehgeschäft wuchsen die Erlöse um 6 Prozent auf 53 Millionen Euro.

Loewe sieht sich selbst als Premiumanbieter, der vor allem teure und edle Geräte im Programm hat. 2011 stand unter dem Strich ein Verlust von fast 11 Millionen Euro, 2010 betrug das Minus 7 Millionen Euro. Seidl ließ weiter offen, ob 2012 wieder schwarzen Zahlen stehen. Eine Hoffnung liegt auch auf der Fußball-EM, allerdings trägt der Konzern seine Erwartungen deutlich zurückhaltender vor, nachdem schon die Fußball-WM 2010 nicht helfen konnte. Loewe beschäftigt rund 1000 Menschen. Größter Aktionär ist der japanische Sharp-Konzern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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