TV-Konzern lockt seine Werbekunden mit einer opulenten Programmshow in die Ruhrpott-Metropole Essen
Das Musical „Pro Sieben Sat 1“

In der ehemaligen Fabrikhalle von Krupp in Essen war es lange Zeit die nubische Schönheit Aida, bei deren Gesang die Zuschauern eine Gänsehaut bekamen. Jetzt, wo das Musical die Ruhrpott-Metropole Richtung München verlassen hat, versucht der Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 in diese Erfolge anzuknüpfen.

HB ESSEN. Er präsentierte dort gestern Abend sein Fernsehprogramm für die kommende Saison, mit Spielfilmen wie „Das Wunder von Bern“ bis zur neuen Show der Klamauknudel Anke Engelke.

Mehr als 1 500 Werbekunden und Einkäufer von Mediaagenturen sind der Einladung in das rote Backsteingebäude gegenüber vom Essener Arbeitsamt gefolgt. Bei der zweistündigen Programmshow enttäuscht die Senderkette des Hollywood-Milliardärs Haim Saban ihre Kunden mit den millionenschweren Etats nicht. Der Münchener Konzern fährt hauseigene Promis wie den Moderator Stefan Raab oder das pubertäre Lästermaul Oliver Pocher auf. Kühle Cocktails werden den Gästen zu der Show gereicht, die passend zur Lokalität wie ein Musical „Pro Sieben Sat 1“ anmutet.

Einmal im Jahr zeigt es Pro Sieben Sat 1 allen. Von Selbstzweifeln ist Senderfamilie weit entfernt: „Wir haben unsere Ziele übertroffen“, sagt Pro Sieben-Vorstand Peter Christmann. Sat 1-Chef Roger Schawinski lässt mitteilen: „Das größte Risiko wäre Stillstand.“ Sein Sender sitzt Konkurrent RTL im Nacken.

Tatsächlich macht der Fernsehkonzern im harten Wettbewerb mit den Bertelsmann-Sendern RTL, Vox, N-TV und Super RTL in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Boden gut. In der für die werbetreibende Industrie wichtige Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen baute Pro Sieben Sat 1 mit einem Marktanteil von 30,5 Prozent seinen Vorsprung vor der RTL-Familie aus.

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