TV-Sender
N 24 steuert in die Gewinnzone

Der zwischenzeitliche Wirtschaftsboom sorgt für sprudelnde Werbeeinahmen. Der einst defizitäre Fernsehkanal N24 schafft es in die Gewinnzone. Auch weil die Quoten steigen.
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DüsseldorfEin Jahr früher als geplant wird der Nachrichtensender N24 die Gewinnzone erreichen. „Mit etwas Glück und einem starken vierten Quartal können wir die N24-Gruppe schon in diesem Jahr in die operative Gewinnzone führen“, sagte Geschäftsführer und Gesellschafter Torsten Rossmann dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). „Wir profitieren von einem stabilen Werbemarkt. Die hohe Ereignisdichte in diesem Nachrichtenjahr hat uns zudem Rekordquoten beschert.“

Der Fernsehmanager hat zusammen mit dem ehemaligen „Spiegel“-Chefredakteur und Fernsehjournalisten Stefan Aust den Nachrichtensender im Sommer 2011 vom TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 übernommen. Rossmann und Aust halten jeweils 26 Prozent an der N24 Media GmbH. Die Fernsehmanager Karsten Wiest, Frank Meißner, Thorsten Pollfuß und Maria von Borcke besitzen jeweils zwölf Prozent. N24 ging im Jahr 2000 als Tochter der Pro Sieben Sat 1 an den Start.

Die neuen Eigner sind stolz auf die wirtschaftliche Gesundung des früher chronisch defizitären Kanals. „Allein seit Jahresanfang konnten wir 140 Neukunden gewinnen“, sagte Rossmann.
Mit Infoprogrammen sind im Fernsehen aber traditionell keine hohen Renditen zu erwirtschaften. Daher geben sich die N24-Gesellschafter auch bescheiden. „Unser Ziel ist es, die N24-Gruppe nachhaltig in die Gewinnzone zu führen. Besondere Renditeziele haben wir uns nicht gesetzt“, sagt Rossmann.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa

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