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RTL: Deutsches Privatfernsehen eines der besten

Das Privatfernsehen in Deutschland bietet nach Ansicht von RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt eine so hohe Qualität wie in kaum einem anderen Land. In einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" wandte sie sich zugleich dagegen, den Qualitätsbegriff nur am "bildungsautoritären Ansatz" festzumachen, "der sagt, Fernsehen müsse vor allem Bildung bieten".

HB HAMBURG. Es gehe auch um die Frage, "wie gut Fernsehen produziert ist", etwa bei Lichtsetzung und Kamera, oder um die Qualität der Drehbücher, der Dramaturgie sowie von Nachbearbeitung und Schnitt.

Zum deutschen Privatfernsehen sagte sie: "Es gibt kaum einen Fernsehmarkt, der diese Qualität und diese Vielfalt des Angebots hat." Sie nannte die im internationalen Vergleich große Zahl der Vollprogramme mit Nachrichten, Sport und großer Unterhaltung - "und das in einer Produktionsqualität, die nur ein großer Markt wie unserer bietet".

Den öffentlichen-rechtlichen Sendern hielt sie vor, "dass immer wieder Sendungen, die dem eigentlichen Hauptauftrag entsprechen, in späte Sendezeiten oder Spartenkanäle abgedrängt werden. Zu den Sendezeiten, in denen ARD und ZDF Werbung schalten dürfen, könnten sie privater nicht sein." Schäferkordt räumte ein, dass die Öffentlich-Rechtlichen nicht nur Bildung, Kultur und Information senden sollen: "Wenn es eine ausgewogene Mischung ist, dann darf auch Unterhaltung dabei sein."

Ihrer Meinung nach jedoch "brauchen wir tatsächlich nicht 22 mit Gebühren finanzierte Kanäle, um Vielfalt zu sichern und einen Kontrapunkt zum privaten Fernsehen zu setzen." Einschließlich der Dritten Programme, der Digitalkanäle und gemeinsam betriebener Sender wie Ki.Ka und Phoenix sowie internationaler Beteiligungen wie Arte und 3sat betreiben ARD und ZDF 22 Fernsehkanäle. (Das am Mittwoch erscheinende Interview lag im Wortlaut vor.

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